Und der Oscar geht … an den Vatikan?

Kultur

Der Vatikan könnte – als Mit-Produzent – erstmals einen Oscar zumindest nominell mitgewinnen. Davor stehen aber noch viele Wenns und Abers.

Erstmals nämlich, berichten US-Medien, will der Vatikan den Kurz-Dokumentarfilm „Green Lava“ für eine Nominierung einreichen. Dass Staaten das tun, ist in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film üblich und nötig: Hier vertreten die Filme die einreichenden Länder. Der Film soll jedoch ins Rennen um die Beste Kurz-Dokumentation gehen, würde daher den Vatikan nicht direkt vertreten. Die Auswahl der Nominierungen erfolgt, wie beim Besten fremdsprachigen Film, durch die Oscar-Academy. Selbst wenn der Film offiziell eingereicht wird, ist es noch ein weiter Weg bis zur Nominierung (wobei die Academy diese Geschichtenvorlage wohl nicht auslassen würde).

Sollte der Film aber nominiert werden und gewinnen, wäre der Vatikan wohl unter den Genannten, aber eigentlich nicht unter den Oscar-Preisträgern: Die goldenen Statuette wird in dieser Kategorie der Regisseurin bzw. dem Regisseur (Lia Beltrami und Ali Aksu) und dem ausführenden Hauptproduzenten zugesprochen – und letzterer muss eine Person sein. Der Vatikan – genauer Vatican News, Radio Vaticana, Vatican Media – tritt als Mitproduzent auf. Wer den Oscar im Fall des Falles gewinnen soll, muss im Vorfeld angegeben werden.

Der Film handelt vom Italiener Giacomo Mattivi, der mit einer fortschreitenden Krankheit – Muskeldystrophie Duchenne – lebt. Er kommt nun in die US-Kinos, was für eine Oscar-Nominierung Voraussetzung ist.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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