
Trotz hoher Inflation und verhaltener Konsumstimmung steigerte die Rewe Group Österreich ihren Bruttoumsatz im Geschäftsjahr 2025 um 2,2 Prozent auf 11,36 Milliarden Euro. Angaben zum Ergebnis werden keine gemacht. Mit rund 47.000 Mitarbeitern zählt das Unternehmen zu den größten privaten Arbeitgebern im heimischen Handel. Im österreichischen Lebensmittelhandel ging der Marktanteil von Rewe laut Marktforscher NielsenIQ um 0,5 Prozentpunkte auf 32,4 Prozent zurück. Mitbewerber Spar liegt bei 36,2 Prozent.
Das Lebensmittelhandel-Segment mit Billa, Billa Plus, Penny und Adeg verzeichnete ein Plus von 1,9 Prozent.
Neues Logistikzentrum
„2025 war ein Jahr der Erneuerung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten wir unsere Position festigen und wichtige Zukunftsprojekte realisieren“, resümiert Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe International AG. „Mit unseren Investitionen in Logistik, Expansion und die Ausbildung von 2.300 Lehrlingen stellen wir sicher, dass wir langfristig stabil und leistungsfähig bleiben. So treiben wir gemeinsam unser Wachstum voran.“
Die größte Investitionsoffensive der Firmengeschichte nimmt Fahrt auf: 2025 flossen 300 Millionen Euro in den Standort Österreich, 2026 sind 350 Millionen vorgesehen. Bis Ende 2027 investiert die Gruppe insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Herzstück ist das neue Logistikzentrum „Alpha“ in Wiener Neudorf – mit 600 Millionen Euro die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte. Das hochautomatisierte Zentrum sichere die heimische Warenversorgung langfristig ab. Der Spatenstich für das Logistikzentrum erfolgt am 13. Mai.
Der Umsatz von Billa wuchs um 1,4 Prozent. Täglich werden 1,9 Millionen Kunden bedient. Der Lebensmittelhändler setzt seine Expansion mit selbstständigen Billa-Kaufleuten fort. Bis Jahresende stieg die Zahl der Billa-Kaufleute auf 40, bis 2030 sollen es 200 werden.
Bio boomt
Auch die Bio-Offensive zeigt Wirkung: Die Bio-Umsätze stiegen 2025 dreimal stärker als im konventionellen Bereich. Bei Brot und Gebäck beträgt der Bio-Anteil mehr als 50 Prozent, bei Frischmilch über 30 Prozent, bei Gemüse 29 Prozent. Billa Plus führt mit über 7.000 pflanzlichen Produkten im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel. Diskonter Penny hielt nach zwei Rekordjahren das Umsatzniveau stabil und startete eine Modernisierung der Filialen: 90 Millionen Euro fließen in drei Jahren in ein neues Ladenlayout mit Fokus auf Frische. 237 der 320 Filialen verfügen über eigene Fleischhauer, das Sortiment bei Obst, Gemüse sowie Brot und Gebäck wurde deutlich erweitert.
Der Großhandel, zu dem die rund 400 Adeg-Märkte von 200 selbstständigen Kaufleuten gehören, verzeichnete ein Umsatzplus von knapp acht Prozent: „Durch die Übernahme von Unimarkt-Standorten wurden im Jahr 2026 elf Standorte sukzessive als Adeg-Märkte neu eröffnet, sieben Standorte wurden von Billa übernommen und drei von Penny.“
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



