Alles oder Nichts: Handball-Team kämpft um die WM in Deutschland

Sport

Nur zwei Spiele trennen die österreichischen Handballer von der WM 2027 in Deutschland. Am Mittwoch (18.00) empfängt das Team von Iker Romero in Graz Polen, am Sonntag folgt das Rückspiel. Während beim Gegner alle Spieler zur Verfügung stehen, sind im ÖHB-Team Lukas Hutecek und Mykola Bilyk angeschlagen. Noch ist nicht sicher, ob bzw. wie viel sie spielen können. 

Stuttgart-Legionär Jakob Nigg kam jedenfalls fit und zuversichtlich zum Team. „Polen ist sicher nicht einfach, sie haben eine sehr gute Mannschaft. Wir wollen aber unser Spiel spielen und uns für die WM qualifizieren.“

Hoher Anspruch

Den Anspruch, die Theorie in die Praxis umzusetzen, hat das ÖHB-Team mittlerweile. „Zu 100 Prozent. Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir ganz oben mitspielen können.“ Bei Großereignissen ist Österreich fast schon Stammgast, die Erinnerung an die letzte WM 2025 in Porec ist bei Nigg noch frisch. 

„Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, es war richtig geil für mich, die erste WM zu spielen. In Porec waren das noch dazu Heimspiele. Jeder von uns will die WM in Deutschland spielen.“ Zumal sehr viele Teamspieler, so wie auch Nigg, in Deutschland tätig sind. „Das wäre natürlich etwas Besonderes. Die Hallen sind toll und bummvoll, das alles ist eine Extramotivation.“

Die Rolle des 23-Jährigen innerhalb des Nationalteams hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. „Ich bin happy, dass ich seit November 2023 immer dabei bin. Es ist ein laufender Prozess, ich durfte immer mehr spielen, vor allem bei der EM zuletzt.“ Jetzt möchte er zum Fixbestandteil werden.

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In Stuttgart hat er nach einer schwierigen Anfangsphase vor allem gelernt, auch die kleinsten Chancen sofort zu nützen. „Man muss einfach bereit sein und zeigen, dass man da ist.“

Richtiger Weg

Auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht berauschend waren, ist Nigg vom neuen Weg unter Iker Romero überzeugt. „Das ist absolut der richtige Weg. Iker ist ein unglaublicher Trainer, das passt perfekt.“ Dabei sei Entwicklung das Stichwort. „Es geht Schritt für Schritt und wird immer besser mit jedem Spiel. Wenn das so weitergeht, dann kann das Weltklasse werden.“

Gemeint ist die spanische Schule, die dem österreichischen Team mehr Facetten und Varianten im Spiel verleihen soll, um auch weniger ausrechenbar zu werden. Bisher ist das ÖHB-Team sehr viel über das Kollektiv und die Leidenschaft gekommen, ein Verdienst von Romero-Vorgänger Ales Pajovic, der diese Truppe geformt und einige Erfolge gefeiert hat.

„Das Spiel jetzt ist extrem antizipativ, man muss vorausdenken, dann gibt es viele Ballgewinne, ein schnelles Spiel, man bekommt wenige Tore.“ Dass in diesem Prozess nicht immer alles klappt und auf gute Phasen auch völlig schlechte im Spiel folgen, sei völlig normal. „Es ist eben neu, man muss hinaus aus der Komfortzone. Es funktioniert, wenn wir das bedingungslos durchziehen.“

Klappt es in den kommenden zwei Spielen, wird Österreich an der WM 2027 in Deutschland teilnehmen. Ein weiterer Schritt zur Weltklasse.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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