
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) durfte auf Einladung von Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstag eine Rede in der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalens halten. Wüst zählt zu jenen CDU-Personalien, die als Nachfolger von Bundeskanzler Friedrich Merz gehandelt werden.
Worüber hat Hattmannsdorfer, der Wüst im Gegenzug nach Wien eingeladen hat, gesprochen? Etwa über Gemeinsamkeiten. Beispielsweise darüber, dass Nordrhein-Westfalen und Österreich einiges verbinde. Nämlich „nicht nur die herzlich-offene Art“, sondern auch der hohe Industrieanteil an der Wertschöpfung. ÖVP und CDU würden wiederum die Werte Leistung und Eigenverantwortung verbinden, plädierte Hattmannsdorfer für „weniger Staat, mehr Freiheit“.
Über Schönheit und Attraktivität
Hier kritisierte der ÖVP-Minister die Rolle der EU: „Ein Europa, das alles reguliert, aber nichts produziert, wird nicht bestehen. Nur, wenn wir wirtschaftlich wachsen, werden wir ernst genommen.“ Es gebe zwar positive Initiativen wie „die Rückkehr zur Vernunft beim Verbrenner-Verbot“ oder „das Hinauszögern beim Ende der Gratis-Zertifikate für unsere Industrie“. Bei der Umsetzung sei aber mehr Tempo nötig: „Wenn Europa mittelfristig bis Anfang der 30er-Jahre nicht wieder zu wirtschaftlicher Stärke und wettbewerbspolitischem Vorsprung zurückkehrt, dann drohen wir in Schönheit zu sterben.“
Zudem sagte Hattmannsdorfer, bürgerlich-liberale Parteien wie ÖVP und CDU müssten ihre Überzeugungen und Werte wieder greifbarer machen. Nur so könne man gegen Rechtspopulisten und linke Parteien Diskurshoheit erlangen und „für eine breite Mehrheit attraktiv“ bleiben. „Denn diejenigen, die unser Gesellschaftsmodell – Fleiß, Wachstum, Wohlstand – ablehnen und es bekämpfen wollen, werden nicht weniger – und sicher auch nicht leiser.“
Source:: Kurier.at – Politik



