Austrias Lee gegen Rapid: „In Europa sind die Derbys noch größer“

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Am Sonntag kommt es zum bereits 350. Wiener Derby. Für Rapid ist es die letzte Chance, diese Saison die Austria zu besiegen – damit wäre mit (zumindest) Rang vier die Europacup-Qualifikation fixiert.

Bei Tae-seok Lee könnte man den Eindruck gewinnen, er wäre zur Austria gekommen, um Derbys zu gewinnen. Gleich beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Erzrivalen feierte er einen 3:1-Sieg in Hütteldorf und sein Derby-Premierentor.

„Aufregung war sehr groß“ 

Damals war Rapid noch Tabellenführer, seine Teamkollegen hatten ihn richtig auf das Prestigeduell eingestimmt.

„Ich habe einiges gehört, auch welche Geschichte dahintersteckt. Am Anfang war die Aufregung schon sehr groß. Mir war gleich bewusst, dass die Derbys große und wichtige Spiele sind, die man immer gewinnen will. Der Start war extrem gut.“

Stadtderbys kannte Lee schon aus Südkorea. „Diese Erfahrung habe ich schon mitgebracht, aber in Europa spürt man schon, dass solche Spiele noch größer sind“, erzählt er im KURIER-Gespräch.

Mittlerweile hält der 23-Jährige bei zwei Siegen und einem Remis. Die weiße Derby-Weste möchte er diese Saison nicht mehr ausziehen.

Mit Südkorea zur WM

Die Umstellung auf den europäischen Fußball war zu Beginn nicht so leicht. „Vor allem was die Geschwindigkeit und die Physis betrifft.“ Mittlerweile ist der Linksverteidiger, der mit Südkorea die WM spielen wird, bei der Austria ein Fixbestandteil und hat sich in Wien eingelebt. „Der Alltag ist durchaus auch vergleichbar mit Korea. Nur dort haben viele Läden viel länger offen.“ Er musste sich daran gewöhnen, vor dem Sonntag noch ausreichend Nahrung einzukaufen.

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„Ansonsten ist die Mentalität gar nicht so anders. Hier gibt es weniger Stress, ist man gelassener. In Korea ist alles schneller.“

Trainer mit Live-Mikros 

Was Stephan Helm über Lee zu sagen hat, wird genauso zu hören sein wie die Kommentare von Johannes Hoff Thorup. Beide Trainer haben einer Verkabelung zugestimmt, das Sky-Mikro ist beim Derby eingeschaltet.

Helm: „Das ist wie der Boxenfunk bei der Formel 1. Das finde ich auch spannend. Ich bin ein offener Mensch und für solche Experimente zu haben.“ Zumal es Teil einer Inszenierung ist.

„Nur die Kabine wäre mir heilig, da bin ich konservativ.“

Größerer Sicherheitspuffer

Gut zu hören (vermutlich nicht immer jugendfrei) wird auch sein, dass beide Fanlager im Stadion vertreten sind. Aus Sicherheitsgründen wird der Puffer rund um den Austria-Sektor vergrößert, deswegen sind „nur“ 25.400 Karten aufgelegt. Für Rapid-Mitglieder sind noch wenige Hundert Tickets erhältlich.

„Abgesehen davon, dass wir die Punkte benötigen, hat ein Derby sehr großen Einfluss auf die Stimmung“, weiß Rapid-Sportchef Markus Katzer über die emotional angespannte Lage im grünen Fanlager Bescheid.

Die vorzeitige Europacup-Qualifikation mit drei Punkten wäre aus mehreren Gründen wichtig: Nicht nur bei der Kadergestaltung hilft das internationale Geschäft, sondern auch bei der Urlaubsplanung.

„Alles wäre viel leichter, wenn wir wissen, dass nach dem Sturm-Spiel Schluss ist. Auch für die geplante Saisonvorbereitung. Aber ihre Urlaube sollten die Spieler erst nach einem Derbysieg buchen“, sagt Hoff Thorup und denkt an eine mögliche Extra-Woche mit dem Play-off bis 25. Mai.

Börkeeiet weg, Chance für Grgic 

Keine Zukunft in Hütteldorf hat Tobias Börkeeiet, dessen Vertrag ausläuft. Hingegen kann sich Lukas Grgic, 30, vermutlich nochmals für mehr empfehlen – als Ersatz für den gesperrten Matthias Seidl.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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