Standing Ovations bei der Eröffnung des Rudolf-Buchbinder-Saales

Kultur

Die Eröffnung des Rudolf-Buchbinder-Saales in Grafenegg (ja, ein neuer Saal für mehr als 500 Besucherinnen und Besucher in Sparzeiten wie diesen!) geriet zum gesellschaftlichen, emotionalen und auch musikalischen Fest.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach von der „Würdigung eines Ausnahmekünstlers“, aber auch davon, dass der neue Saal repräsentativ „für die Entwicklung des Kulturlandes Niederösterreich“ sei. Buchbinder selbst war „tief bewegt, voller Dank und Rührung“ für diese einzigartige Ehrung seines Künstlerdaseins und seiner Tätigkeit als Intendant in Grafenegg. Und im Publikum applaudierten Ex-Bundespräsident Heinz Fischer, Innenminister Gerhard Karner, Sponsoren wie Raiffeisen-Generalanwalt Erwin Hameseder, der bald scheidende NÖ-Kulturmanager Paul Gessl und viele andere. Am Ende gab es Standing Ovations für ein von Buchbinder gestaltetes Festkonzert, das zeigte, wofür Grafenegg steht: Topqualität.

Buchbinder spielte als Solist Beethoven (dessen „Pathétique“) und Schubert („Impromptu As-Dur Nr. 4“). Er musizierte mit der wortdeutlichen, schön phrasierenden Sopranistin Camilla Nylund zwei Strauss-Lieder („Morgen“ und „Zueignung“). Und er war auch als Kammermusiker zu hören – mit dem erstklassigen Steude-Quartett und zwei Dvořák-Stücken. In allen pianistischen Funktionen begeisterte er mit Virtuosität, höchster Anschlagkultur, berührender Gestaltung. Der Saal selbst ist prachtvoll, hell, wirkt sehr groß, klingt akustisch noch etwas hart und verzeiht aufgrund der Klangbrillanz wenig. Bei Buchbinder ist man aber froh, jedes Detail zu hören.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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