Alabas Freund und Backup? Warum es die WM von Marco Friedl werden könnte

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Innerhalb des österreichischen Nationalteams gibt es nicht nur Kollegen, es gibt vor allem einige Freundschaften. Jene des bald 34-jährigen Kapitäns David Alaba mit dem 28-jährigen Marco Friedl währt schon rund 15 Jahre.

Und es war Alaba, der damals die Initiative ergriff und einen herzlichen Schritt auf den um sechs Jahre jüngeren Friedl zuging. Der Wiener, damals noch ein Teenager, aber schon Stammspieler bei den Bayern, hörte von einem 13-jährigen Tiroler, der im Nachwuchs der Münchner als Stürmer Tor um Tor schießt. Sein Name: Marco Friedl. Alaba ließ sich die Handynummer seines Landsmannes geben und lud ihn ein, mit ihm PlayStation zu spielen. „Damals war er extrem nervös und schüchtern“, erinnert sich der Teamkapitän.

Davon war allerdings nichts zu merken, als Alaba den 15-Jährigen Friedl im Herbst 2013 zu einem Interview-Termin mit dem KURIER mitbrachte.

Es entwickelte sich jedenfalls eine Freundschaft, über die auch Friedls Eltern dankbar waren. Mutter oder Vater waren es, die ihren Spross täglich nach der Schule von Kirchbichl in Tirol 90 Kilometer nach München chauffierten, um ihm das Training bei den Bayern zu ermöglichen. Wenn am nächsten Tag keine Schule war, durfte der kleine Marco auch das eine oder andere Mal im Hause Alaba übernachten.

Zu viel geträumt

Fest steht: Schon damals träumte Friedl von einer Karriere, wie sie sein Freund machte. Und er träumte so sehr, dass er als Ballbube in der Allianz Arena während eines Champions-League-Spiels einmal kurz geschlafen hat, als Alaba auf der linken Seite schnell einen Ball zum Einwerfen gebraucht hätte. „Ich musste ihn zwei Mal rufen, damit er mir den Ball zuwarf“, erzählte Alaba.

  Das Aztekenstadion, der legendäre Schauplatz der WM-Eröffnung

Dreizehn Jahre später spielen die beiden die Bälle einander mit dem Fuß zu. In Santa Barbara, wo Österreichs Nationalmannschaft täglich trainiert. Beide vorwiegend mit dem linken, der ihr stärkerer ist. Und das ist auch der Grund dafür, wieso sich bei den beiden heute umso mehr ein Kreis schließt, den sie vor vielen Jahren unbewusst begonnen haben.

Es war kein Zufall, dass Friedl es war, der Alaba im letzten WM-Test der Österreicher gegen Tunesien am 1. Juni in Wien ab er Pause ersetzte. Und es ist auch der Name des Tirolers, den man auf der Rechnung haben sollte, wenn es darum geht, wer bei der WM in der Innenverteidigung neben Philipp Lienhart spielt, sollte David Alaba einmal nicht zu 100 Prozent fit sein.

Warum Friedl gute Chancen hat

Friedl könnte den Vorzug gegenüber Kevin Danso bekommen, weil es Ralf Rangnick wichtig ist, dass neben einem Rechtsfuß ein Linksfuß im Zentrum der Abwehr spielt.

Warum das so ist? Im Spielaufbau hat ein Linksfuß auf der linken Seite mit einer sogenannten offenen Körperstellung zum Spielfeld das gesamte Feld im Blick. Er kann den Ball leicht mit dem starken Fuß annehmen und quer oder steil nach vorne passen. Müsste er mit dem schwachen Fuß passen, nimmt er Risiko. Müsste er sich den Ball erst auf den starken Fuß legen, geht Zeit verloren, die auf hohem Niveau wichtig ist.

Friedl auf seinen stärken linken Fuß zu reduzieren, wäre aber ebenso ungerecht wie falsch. Der Ballbube von einst, der bei besagtem Medientermin 2013 übrigens nicht …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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