
Freiwasserschwimmer Luca Karl ist am Dienstag in seinem Pariser EM-Auftaktbewerb über 10 km als Achter in die Top Ten geschwommen. Damit verbesserte er sich über die olympische Distanz im Vergleich zu 2024 in Belgrad um drei Plätze. Der WM-Fünfte des vergangenen Jahres tritt noch am Dienstag (10.00 Uhr, live ORF Sport +) über 5 km und am Freitag über 3 km Knockout an. Die Wasserspringer Anton Knoll/Dariush Lotfi wurden synchron vom Turm im Achter-Finale Siebente.
Für Karl war lange ein noch besseres Ergebnis in Reichweite gewesen, nach acht absolvierten Kilometern musste er einige Konkurrenten aber noch ziehen lassen. Nach 1:55:48,7 Std. hielt sich der Rückstand des 24-Jährigen dennoch in Grenzen, der siegreiche Favorit Florian Wellbrock war 30,3 Sek. schneller. „Es hat nicht viel gefehlt auf den Sieger. Ich habe wieder eine gute Vorstellung geboten und ich bin überglücklich“, meinte Karl, dem die Bestätigung der Leistungen der vergangenen beiden Jahre gelungen ist.
Zweifel und Befürchtungen wegen Strömung und Wasserqualität wurden zerstreut. Zudem beeindruckte den Salzburger die Kulisse: „Ich glaube, viele tollere Kurse wie hier gibt es nicht. Direkt neben dem Eiffelturm, direkt in der Seine, in Paris direkt im Zentrum, alle Leute können zuschauen, die es interessiert“, betonte Karl. Über 5 km möchte er eine ähnlich gute Leistung abrufen: „Ich habe heute bewiesen, dass ich den Speed dazu habe.“
Knoll musste Wunde genäht werden
Für Österreichs Wassersprung-Duo war es schon vor dem Wettkampf nicht optimal gelaufen. Knoll hatte sich nach ORF-Angaben auf dem Weg in die Halle den Kopf angeschlagen und durch die getragene Sonnenbrille eine Verletzung zugezogen. Diese wurde genäht, zum Schutz der Wunde sprang der Wiener mit einer schwarzen Badehaube. Als Nummer eins in jedem der sechs Durchgänge wurde das Duo zudem vor dem zweiten Pflichtsprung durch das plötzlich aufgetretene Blenden der Sonne sichtlich irritiert, der eingehandelte Rückstand war nicht mehr wettzumachen.
Letztlich lag es aber nicht daran, dass die Europameister 2024 mit 362,34 Punkten eine Medaille verpasst haben. Bronze war 43,71 Zähler entfernt. Punkte ließ das OSV-Duo auch in der Eintauchphase immer wieder mal liegen. Der Sieg ging überlegen an die neutralen Athleten Russlands mit 443,82 Punkten. Am Mittwoch (10.30 Uhr, live ORF Sport +) treten Lotfi und Nikolaj Schaller vom 3-m-Brett an, Knoll am Donnerstag im Einzel vom Turm.
Source:: Kurier.at – Sport



