Eine Rundum-Reform für die österreichische Arbeitswelt, bitte

Wirtschaft

Es köchelt am österreichischen Arbeitsmarkt. Die Wirtschaftsleistung stagniert im zweiten Quartal, die Arbeitslosigkeit steigt seit Monaten. Fachkräfte bleiben Mangelware, junge Akademiker finden keine Anstellung, Lehrlinge hören, dass eine akademische Ausbildung die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit ist. Parallel wächst das Arbeitspensum für Beschäftigte. Aufgaben verdichten und der Druck erhöht sich. Die Gewaltbereitschaft hat drastisch zugelegt, innerhalb des Teams als auch in Kontakt mit externen Personen.

Die allgemeine Stimmung? Angespannt. Dabei bräuchte es gerade jetzt Zuversicht und Motivation. Experten fordern die Anhebung des Pensionsantrittsalters, um den Wohlstand zu erhalten. Dass aber jetzt schon nur zwei Drittel der Österreicher, die vergangenes Jahr in Pension gegangen sind, keine 45 Versicherungsjahre zusammenbekommen, zeigt, dass es mehr braucht als nur eine Reform für Pensionen – sondern eine für die komplette Arbeitswelt.

Es braucht ein Umfeld, das Perspektiven bietet, Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Mehr Flexibilität, um auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und Menschen lange, aber auch gesund im Job zu halten. Und es braucht mehr Anerkennung, wie viel uns von Menschen verrichtete Arbeit noch wert ist. Ganz besonders dann, wenn sie nicht einmal entlohnt ist. Dem Bundeskanzler dürfte das jetzt bewusst sein.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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