
Mit einem Sieg in einer kuriosen Wahl hat sich der britische Rechtspopulist Nigel Farage erneut einen Sitz im Parlament gesichert. Der Chef der Partei Reform UK gewann die Nachwahl im Wahlkreis Clacton in der englischen Grafschaft Essex mit 22.239 Stimmen. Als größter Konkurrent des früheren Brexit-Vorkämpfers galt ausgerechnet Spaßkandidat Count Binface („Graf Mülltonnengesicht“). Er kam auf 9.455 Stimmen.
Schon vor der Verkündung seines Sieges erklärte sich Farage zum klaren Gewinner. Der offiziellen Veranstaltung, bei der das Ergebnis verkündet wurde, blieb er allerdings fern. Seinen Angaben zufolge informierte ihn die örtliche Polizei über eine geplante Kampagne gegen ihn, ein Reform-Sprecher sprach laut BBC gar von einer „glaubwürdigen Drohung“. Die Polizei von Essex teilte der Nachrichtenagentur PA zufolge mit, in Clacton einen Polizeieinsatz „zur Gewährleistung der Sicherheit aller Teilnehmer“ durchzuführen. Nach Informationen von PA habe die Polizei allerdings keinem Kandidaten von der Teilnahme an der Auszählung abgeraten.
Spendenaffäre
Ausgelöst wurde die Nachwahl von Farage selbst. Erst vor wenigen Wochen gab der auch als „Mr. Brexit“ bekannte Politiker seinen Parlamentssitz in einem politischen Stunt ab. Zuvor war er unter anderem wegen eines umstrittenen Geldgeschenks in die Schlagzeilen und schließlich in den Fokus einer parlamentarischen Untersuchung geraten.
Die anderen großen Parteien warfen Farage ein Ablenkungsmanöver vor und weigerten sich, Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen.
Source:: Kurier.at – Politik



