
Googles Pixel-Handys fristen immer noch eher ein Nischendasein am Smartphone-Markt. Und das eigentlich ohne guten Grund, denn die Geräte können es mit der Konkurrenz von Samsung und auch Apple aufnehmen. Vor einer Woche ist das Pixel nun in der 11. Generation erschienen. Der KURIER hat Pixel 11 Pro und Pro XL getestet.
Edles Äußeres
Die Pixel-Handys sind schön verarbeitet und fühlen sich edel an, eine gewisse Ähnlichkeit zur Form von iPhones lässt sich nicht abstreiten, zumindest von vorne. Auf der Rückseite befindet sich die markante Kameraleiste in Form des Google-Suchfelds, das Markenzeichen der Pixels. Die Leiste hat den Nebeneffekt, dass die Handys wackelfrei auf dem Tisch liegen. Das Pixel 11 Pro XL ist mit 6,8-Zoll-Screen kein kompaktes Handy. Man muss große Hände haben, um es sicher zu halten. Mit 226 Gramm ist es zudem kein Leichtgewicht. Das kleine Pro mit 6,3-Zoll-Display ist deutlich handlicher.
Das Handy ist mit Fingerabdruckscanner und Gesichtserkennung zum Entsperren ausgestattet. Mit einer Akkuladung kann man zwei Tage durchkommen, wenn man sparsam ist.
Buntes Leuchten
Eine der Funktionen, mit denen sich Google von der Konkurrenz abheben möchte, ist eine farbig blinkende LED auf der Rückseite namens „HiLight“. An sich ist die Idee nicht so schlecht. So kann man Kontakten unterschiedliche Farben zuweisen. Liegt das Handy etwa mit dem Display auf dem Tisch und blinkt, weiß man, wer einen gerade anruft. Leider ist das die einzig sinnvolle Sache, die das Licht derzeit kann.
Abgesehen davon blinkt sie nur, wenn man mit dem integrierten Sprachassistenten Gemini redet. Dass Google zum Start ausschließlich diese zwei Features bietet, ist enttäuschend. Eine Anzeige eingehender Nachrichten wäre naheliegend gewesen. Oder dass man App-Entwicklern Zugriff auf die LED gibt, damit diese sie in ihren Anwendungen nutzen können.
Gute Kamera
Pixel-Handys wollen seit jeher mit Kameraleistung überzeugen. Das gelingt auch beim Pixel 11 Pro. Das Handy liefert in allen Situationen Fotos, die sich mit den besten Smartphones am Markt messen können. Das gilt sowohl für die Standard-Linse als auch für Weitwinkel und Tele.
Eine Besonderheit an der neuen Pixel-Generation ist, dass man einstellen kann, wie das Handy Fotos verarbeitet. Das heißt, wenn man seine Bilder etwa von Haus aus kontrastreicher und farbstärker haben möchte, kann man das mithilfe der „Stile“ im Vorhinein festlegen. Anschließend wird dieser Stil auf alle Fotos angewendet. Man muss also nicht jedes Foto im Nachhinein erst bearbeiten, damit es so aussieht, wie man es gerne möchte. Im Unterschied zu einem klassischen Filter werden diese Stile direkt beim Verarbeiten der Bildinformationen auf Prozessorebene angewendet und nicht erst im Nachhinein „darübergeklatscht“. Es gibt vier voreingestellte Stile (weicher, dramatischer oder wärmer), die man nach seinen Wünschen anpassen kann.
Wie beim Vorgänger gibt es einen Zoom mithilfe Künstlicher Intelligenz. Damit kann man einen Zoomfaktor von 120x erreichen. Möglich wird das, indem die KI nachhilft und Objekte nachzeichnet. Das funktioniert bei Gebäuden gut, bei unstrukturierten Motiven wie Wald wird es schwierig. Fotos von Menschen müssen ohne KI-Zoom auskommen.
Fazit
Das Pixel 11 Pro fühlt sich wertig an und sieht hübsch aus. Im Alltag macht es eine gute Figur. Besonders für Menschen, die sich viel und gerne mit Smartphone-Fotografie …read more
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



