Kurilen: Nach Putins Insel-Besuch fliegen jetzt die Raketen

Politik

Russland hat nach eigenen Angaben einen Raketentest vor den umstrittenen Kurilen-Inseln im Pazifik ausgeführt. Während der Übungen seien Ziele, die feindliche Schiffe simulierten, in einer Entfernung von mehr als 300 Kilometern angegriffen worden, erklärte die russische Pazifikflotte. Unklar war zunächst, wann der Test stattgefunden haben soll. Japan, das mehrere Inseln des Archipels für sich beansprucht, teilte am Freitag mit, Protest eingelegt zu haben.

„In Antwort auf die Benachrichtigung über den Plan, einen Raketentest durchzuführen, haben wir Protest eingelegt“, sagte ein Sprecher der japanischen Regierung der Nachrichtenagentur AFP. Das Kurilen-Archipel erstreckt sich zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der japanischen Insel Hokkaido im Pazifik. Das sowjetische Militär hatte die Kurilen 1945 vollständig erobert, seitdem ist russisches Militär dort präsent.

Besuch von Putin

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Inselgruppe, die in Russland Kurilen und in Japan Nördliche Territorien genannt wird, in der vergangenen Woche erstmals besucht. In Japan rief das heftige Kritik hervor.

Japan erhebt Anspruch auf drei Inseln im südlichsten Teil der Kurilen, darunter die von Putin besuchte Insel Iturup, sowie auf eine ebenfalls dort gelegene Inselgruppe. Russland zählt die Inseln zu seinem Staatsgebiet, Japan spricht von einer „illegalen Okkupation“. Wegen des Konflikts gibt es noch immer keinen Friedensvertrag zwischen den beiden Staaten.

Schiffsabwehrraketen eingesetzt

Der Raketentest fand laut der Mitteilung der russischen Pazifikflotte vom Donnerstag vor den südlichen Kurileninseln statt. „Die Besatzung des Kreuzers ‚Warjag‘ schoss zwei Vulkan-Schiffsabwehrraketen ab, während das nukleargetriebene U-Boot ‚Omsk‘ Granit-Marschflugkörper abfeuerte. Zugleich schlug auf den Kurilen eine Einheit des Bastion-Küstenverteidigungssystems mit einer Oniks-Rakete zu“, teilte die Flotte mit.

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Tokio hatte nach Putins Besuch auf den Kurilen in der vergangenen Woche den russischen Botschafter einbestellt, woraufhin Moskau seinerseits den japanischen Botschafter einbestellte. Die Beziehungen zwischen Japan und Russland haben sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 weiter verschlechtert. Japan hat Russland mit Sanktionen belegt und unterstützt die Ukraine.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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