Millionenpleite eines traditionsreichen Sägewerks und Holzhandelsunternehmens

Wirtschaft

„Schaffer Holz ist ein in der Steiermark verwurzeltes Starkholzsägewerk. Der Familienbetrieb beschäftigt sich mittlerweile in der vierten Generation mit der Verarbeitung von Holz. Das Unternehmen ist seinem Leitspruch treu: “Das Beste aus jedem Stamm.„ Beschäftigt werden vorwiegend Fachleute, die wissen, wie man mit dem wertvollen Rohstoff Holz umgeht“, heißt es auf der Homepage. „Schnittholz wird bei Schaffer Holz seit Jahrzehnten mit großer Sorgfalt und fachmännischer Kompetenz produziert. Wir verarbeiten Fichte, Lärche und Tannenholz. Unsere Spezialität, absolut feinjähriges Schnittholz wird einerseits von Fensterkantelproduzenten sehr geschätzt und andererseits an namhafte Instrumentenbauer geliefert.“

Die Schaffer Sägewerk-Holzexport GmbH aus Eppenstein hat am Landesgericht Leoben einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gestellt. Das bestätigt Günther Moser von Creditreform dem KURIER. Das mittelständische Säge- und Holzverarbeitungsunternehmen wird seit vier Generationen geführt und beschäftigt 69 Mitarbeiter. Laut Firmenbuch sind die Schaffer Privatstiftung und die SMRH Handels GmbH als Gesellschafter eingetragen, Geschäftsführer ist Markus Schaffer. Das Unternehmen soll fortgeführt werden.

Die Insolvenzursachen

„Als Hauptursache der Krise nennt das Unternehmen die Anschaffung einer neuen Produktionsanlage. Die Investition sei kostenintensiv gewesen, zudem habe die Produktion vorübergehend eingeschränkt werden müssen. Auf anfängliche technische Probleme seien Kundenreklamationen gefolgt. Mehrere wichtige Geschäftspartner hätten daraufhin die Zusammenarbeit beendet“, so Creditreform. „Verschärft wurde die Lage durch die angespannte Marktlage in den Kerngeschäftsfeldern. Auch globale Krisen hätten sich negativ auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. Als die Verbindlichkeiten weiter anstiegen, stellte die finanzierende Bank sämtliche Kredite fällig.“

Schulden und Vermögen

Die Aktiva werden mit rund 4,5 Millionen Euro beziffert, die Passiva mit 29,3 Millionen Euro. Die rechnerische Überschuldung beträgt somit 24,8 Millionen Euro. Rund 100 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen.

  Handelskrieg am stillen Örtchen: Warnung vor Klopapier-Panikkäufen in den USA

Die Zukunft

Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent angeboten. „Bei der Höhe der Verbindlichkeiten seien weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich. Ohne rasche Sparmaßnahmen drohe die Schließung des Betriebs samt Liquidation“, so Creditreform.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.