Von Eberau in die Champions League: LASK-Gegner Varga als Sensation

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Vom Unterhaus-Goleador über den Misserfolg in Mattersburg bis zum Millionenmann in der Champions League. Das ist die Kurzversion der unglaublichen Karriere-Wendung von Barnabas Varga.

Der ungarische Teamstürmer traf Dienstagabend mit AEK Athen zum Auftakt der Ligaphase auf den LASK. Es war nicht das erste Duell mit einem österreichischen Klub  für den 31-Jährigen. Auch wenn der kopfballstarke Mittelstürmer nur noch Bundesliga-Spezialisten in Erinnerung sein dürfte.

Als Teenager über die Grenze 

Gelernt hat der an der Grenze aufgewachsene Varga das Toreschießen bei Haladas im Heimatland und ab dem 16. Lebensjahr in Eberau, knapp hinter der Grenze. Der kleine Verein aus dem Burgenland sollte mehrmals vom mittlerweile 30-fachen Teamspieler profitieren.

Im Unterhaus debütierte der damals 19-Jährige im Herbst 2014. Schnell wurde der 1,85 m große Neuner zum Goalgetter in der Burgenlandliga. Bis 2016 gab es in 57 Partien 35 Treffer.

Mattersburg wurde aufmerksam auf den Legionär und holte diesen für das Zweierteam. Die Quote wurde ab 2016 noch besser, in erneut 57 Partien wurden sogar 51 Tore für Mattersburg II bejubelt.

Nur einmal klappte es nicht 

Also hinauf zu den Profis – aber warum es dann genau hier unter Trainer Vastic nicht funktioniert hat, wird wohl ein Rätsel bleiben. Nach 16 Einsätzen mit nur einem Treffer (gegen St. Pölten bei einem 2:2 im November 2016) schien die große Karriere 2018 abgeschrieben.

Beim damaligen Zweitligisten Lafnitz wurde es wieder besser –  30 Spiele, 12 Tore. Mit Gyirmot gelang in der Heimat der Aufstieg in die erste Spielklasse, 29 Treffer in 60 Spielen sollten eine zweite Chance in einer starken Liga ermöglichen.
Und bei Paksi, mit bereits 28 Jahren, war Barnabas Varga nicht mehr zu stoppen: 34 Spiele, 29 Tore und das Debüt im Team 2023.

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Ferencvaros schlug im Sommer 2023 um 800.000 Euro Ablöse zu, und der Spätstarter wurde immer besser. Für Ungarns größten Verein folgten bemerkenswerte 70 Tore und 22 Assists in 113 Einsätzen.

15 Tore in 30 Länderspielen 

Parallel gelang es dem EM-Starter auch auf höchster Ebene, torgefährlich zu bleiben: Im Schnitt bejubeln Ungarns Fans in jedem zweiten Länderspiel ein Varga-Tor, also 15 in 30 Partien. 

Im Jänner 2026 brach in Eberau großer Jubel aus – und auch beim Mattersburger Neuanfang nach dem Konkurs konnte Vargas unerwarteter Aufstieg helfen. Denn der langjährige Amateur wechselte um stolze 4,5 Millionen Ablöse nach Athen.

135.000 Euro für Eberau 

Die FIFA-Solidaritätsregel sieht vor, dass Ex-Vereine anteilig für die frühere Ausbildung belohnt werden. Für Mattersburg ergibt das 45.000 Euro und für Eberau sogar 135.000 Euro. Das ist für Vereine in der 4. Leistungsstufe ein erheblicher Anteil des Jahresbudgets.

Es sieht so aus, als würde weiterhin die Zeit bei den Mattersburger Profis die einzige ohne Erfolg bleiben: Barnabas Varga hielt vor dem Duell mit dem LASK bei AEK schon bei 12 Toren in 27 Partien seit Jahresbeginn.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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