Showdown bei den US Open: Deutsche Serie oder American Dream

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Spielt sich der Deutsche Alexander Zverev endgültig in den Kreis der Großen? Erlöst Ben Shelton die Amerikaner? Das Finale verspricht einiges. Was darf man am Sonntag (20 Uhr, Puls 4, Sky) erwarten?

Länderduell

 Die Amerikaner warten seit 2003 auf einen Heimsieg. Andy Roddick gewann damals sogar als letzter seines Landes ein Grand-Slam-Turnier. Interessant: Die Landsleute von Gegner Zverev müssen noch länger warten. Boris Becker holte 1989 als letzter Deutscher den Titel bei den US Open. Mit einem Grand-Slam-Sieg wurden die Deutschen aber schon dank Zverev bei den French Open Anfang Juni verwöhnt – es war der erste für Deutschland seit 1996.

Rekordmann Zverev

Drei Major-Endspiele in Folge zu bestreiten, ist in seinem Land ebenfalls unerreicht. Und der 29-Jährige ist der erste Deutsche, der zwei US-Open-Endspiele erreichte. Bei seinem ersten unterlag Zverev 2020 nach klarem Vorsprung Dominic Thiem. Und mit 24 Siegen bei Majors in diesem Jahr hat er ebenfalls vor Becker (22) die Nase vorne.

Im Namen des Vaters

Beide werden unter anderem von ihren Vätern betreut, die beide Ex-Profis sind und anerkannte Trainer. Alexander Zverev sen. kam nicht in die Top 100, spielte aber im russischen Davis-Cup-Team, mit dem er 1984 gegen Österreich gewann. Shelton-Vater Bryan gewann zwei ATP-Turniere, beide in Newport. 1992 übrigens gegen Alexander Antonitsch. „Meine Eltern haben viel für mich geopfert, um mich in diese Position zu bringen“, sagt der 23-Jährige, der 2024 im Big Apple in der 2. Runde Dominic Thiems Grand-Slam-Karriere beendet hat. „Ich treffe Bryan Shelton oft, er hat den Weg mit Ben seit Jahren mitgemacht und kennt das Tourleben genau und weiß, was sein Sohn braucht“, sagt Antonitsch. Alexander Zverev sen. stand indes oft in der Kritik für diesen Weg, da er andere Einflüsse nur sehr spärlich zuließ. Die Medien meinten, der Vater hindere am weiteren Weg – so könnte Deutschlands Star kein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Sie irrten allesamt.

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Das direkte Duell

Diese Statistik wird sich Shelton eher weniger mit frohem Gemüt anschauen. Die beiden Finalisten haben auf allen Belägen gegeneinander gespielt, gewonnen hat nur Zverev. Und das Ganze in fünf Begegnungen. Auf Hartplatz outdoor siegte Zverev zweimal in Cincinnati. Das bisher letzte Duell entschied Zverev bei den ATP Finals (Hartcourt indoor) 2025 für sich.

Der Weg ins Finale

Zverev begann holprig, brauchte gegen den Italiener Lorenzo Sonego und den Franzosen Quentin Halys fünf Sätze, ist aber seitdem makellos. Shelton indes musste im Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz über fünf Sätze in 4:30 Stunden gehen und benötigte im Halbfinale ebenfalls später am Abend 3:30 Stunden für vier Sätze gegen Frances Tiafoe.

Die Sympathien

Diese stehen schon aufgrund der Nationalität auf Sheltons Seite, wenngleich viele Fans das Auftreten für arrogant hielten. Zverev ist auf der anderen Seite nicht unbeliebt.

Die Folgen

Zverev bleibt in jedem Fall die Nummer zwei. Shelton ist unabhängig des Finalergebnisses ab Montag die Nummer vier.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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