Regionalliga für ungeschlagene Neusiedler „in weiter Ferne“

Sport

Von Fabio Tartarotti

Die letzten zwei Jahre waren eine regelrechte Achterbahnfahrt für den SC Neusiedl/See. 2024/25 spielte man bis zuletzt um den Meistertitel in der Regionalliga Ost. Die Euphorie war groß am Schilfufer des westlichsten Steppensees des eurasischen Kontinents. Ein Jahr später kippte die Stimmung. Verletzungspech, drei Trainerwechsel und interne Turbulenzen gipfelten im Abstieg aus der Ostliga und dem Abgang des langjährigen Sportchefs Günter Gabriel.

Nun findet sich der Traditionsverein zum ersten Mal seit über einer Dekade in der Burgenlandliga wieder. Nach zahlreichen Spielerabgängen wie Kapitän Maximilian Wodicka (MSV 2020) und Topscorer Denis Dizdarevic (FK BSK Banja Luka) stammt das Gros des Kaders aus der letztjährigen NSC-Juniors-Mannschaft. Auch der neue Trainer Günther Wally und der Sportchef Stefan Denk wurden von der zweiten Mannschaft nach oben geholt, um den Neusiedler Neustart zu leiten. 

Und bislang gelingt das den Seestädtern außerordentlich gut. Nach sechs Runden ist der SC Neusiedl/See in der Landesliga weiterhin ungeschlagen und nur einen Zähler hinter Tabellenführer Bad Sauerbrunn auf Rang vier der engen Tabelle. Die Erwartungen von Obmann Peter Eigl wurden damit bislang übertroffen. „Damit war nicht zu rechnen, aber wir freuen uns über den Erfolg.“ Das Geheimnis desselben? „Die Mannschaft kämpft und rennt füreinander und das macht sehr viel aus. Auch in der Kabine herrscht eine gute Stimmung“, so der Obmann. 

Stress, möglichst rasch wieder aufzusteigen, herrscht aber keiner am „Meer der Wiener“. Der Verein setzt auf Eigenbauspieler, zählt über 250 Nachwuchsathleten und möchte sich nachhaltig retablieren. Die sportliche Zielsetzung für die laufende Saison ist für einen Verein von Neusiedls Status denkbar bescheiden gesteckt. „40 Punkte, zehnter Platz. Wenn wir das erreichen, dann haben wir nichts mit dem Abstieg zu tun“, erklärte Eigl. Der Wiederaufstieg in die Regionalliga stehe für Neusiedl gar noch „in weiter Ferne“. Allem übergeordnet bleibt für den NSC nach der turbulenten letzten Saison aber vor allem, „dass endlich wieder Ruhe in den Verein einkehrt“. 

  Verband-Spitze: „Den Tennisfans ein fantastisches Angebot bieten“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.