KURIER-OGM-Umfrage: „Bestwert für Kickl, desaströse Werte für Babler“

Politik

Die Bevölkerung stellt den Regierenden nach dem Sommer und zum Schulstart ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Laut einer aktuellen OGM-Umfrage (1.012 Wahlberechtigte/Schwankungsbreite: +/- 3,1 Prozent) kommen ÖVP, SPÖ und Neos gemeinsam derzeit auf 43 Prozent und hätten damit aktuell keine Mehrheit im Parlament. 

Im Vergleich zur Nationalratswahl 2024 verlieren alle Regierungsparteien – am meisten die SPÖ, am wenigsten die Neos. Konkret rangiert die ÖVP laut Umfrage derzeit mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz, die SPÖ mit 15 Prozent auf dem dritten Platz und die Neos mit 7 Prozent auf dem vierten Platz – hinter den Grünen, die im Vergleich zum Herbst vor zwei Jahren mit 13 Prozent wieder zweistellig wären.

Ganz anders die Zustimmung für die FPÖ. Sie ist bereits die stimmenstärkste im Parlament vertretene Partei, würde gemäß Umfrage derzeit im zweistelligen Bereich zulegen und mit 38 Prozent uneinholbar den ersten Platz einnehmen. Die KPÖ würde im Gegensatz zur letzten Wahl die 4-Prozent-Hürde schaffen und in den Nationalrat einziehen. „Die FPÖ könnte mit jeder der im Parlament vertretenen Parteien eine Mehrheit erreichen, vor allem, wenn die KPÖ die Hürde nicht überspringt“, sagt OGM-Chef und Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer.

Der Stimmenzuwachs speise sich, so Bachmayer, zunehmend auch aus der SPÖ „und nicht primär aus der ÖVP wie in den Jahren zuvor“. Zeitgleich verliere die SPÖ auch an die wieder erstarkten Grünen. „Abgesehen davon hat sich die Gender-Lücke bei der FPÖ längst geschlossen. Das Narrativ “Frauen wählen weit weniger FPÖ als Männer„ ist längst veraltet.“

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Danach gefragt, welche Parteichefin und welcher Parteiobmann derzeit fest im Sattel sitzt oder nicht, sind die Befragten bei einem einer Meinung: dem FPÖ-Chef. Für 78 Prozent der Befragten ist Herbert Kickl fest im Sattel – unter der FPÖ-Wählerschaft halten ihn 95 Prozent gleichsam für sakrosankt und gesetzt. Lediglich 10 Prozent halten Kickl an der Spitze für gefährdet, bei den deklarierten FPÖ-Wählern sind es zwei Prozent. 

„Das sind im Vergleich zu den anderen Parteispitzen absolute Bestwerte für Kickl“, fasst der OGM-Chef zusammen. „Seine Wählerschaft steht geschlossen hinter ihm. Das erkennt sogar eine Mehrheit der Wähler anderer Parteien an.“

Eine ebenfalls sehr hohe Zustimmung genießt die Grünen-Chefin Leonore Gewessler, die für 54 Prozent der Befragten als unumstritten gilt. Innerhalb der Grünen-Sympathisanten sind es 87 Prozent. Auf dem dritten Platz in punkto Parteichefsessel ist Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Die Außenministerin halten 44 Prozent für sicher im Amt. Innerhalb der pinken Parteigänger sind es mit 80 Prozent fast doppelt so viele.

In Relation abgeschlagen sind in der Chef-Frage Kanzler und Vizekanzler. „Stocker ist nur für 30 Prozent aller Wähler unumstritten. Die ÖVP-Wählerschaft steht mit 67 Prozent aber klar hinter ihm. Geradezu desaströs sind hingegen die Werte von Andreas Babler“, sagt Bachmayer angesichts der Umfragewerte. 

9 Prozent der Befragten finden, dass Babler als SPÖ-Chef unumstritten ist. Für 82 Prozent hat er die Partei nicht im Griff. Bei den eigenen Wählern gilt er bei 31 Prozent als unumstritten. 62 Prozent gehen vom Gegenteil aus.  

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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