Nach Kunstmessen-Neustart: „Affordable Art Fair“ bleibt Wien künftig fern

Kultur

Noch scheint die Wiener Kunstszene euphorisiert von einem dichten Wochenende, das bei vielen Protagonisten den Glauben an den Kunststandort Wien wieder anzufachen vermochte: Die auf Eigeninitiative von Wiener Galerien aus dem Boden gestampfte „Astoria Artshow“, flankiert von dem Großaufgebot aus der Off-Szene beim Event „Parallel Vienna“ und dem Galerienfestival „Curated by“, erntete auch über die Grenzen der Stadt hinaus Beachtung – wobei die gesamte Marktsituation im Fahrwasser der angespannten Wirtschaftslage weiter schwierig erscheint. 

Ein Akteur, der im wackeligen Umfeld der vergangenen Jahre in Wien Territorium zu besetzen gedachte, zieht sich nun aus der Österreichischen Hauptstadt zurück: Die „Affordable Art Fair“, die 2025 ihr Wiener Messedebüt in der Marx Halle gegeben hatte, verlautbarte am Montag per Aussendung, dass es die für Mai 2027 geplante Ausgabe der Messe nicht mehr geben werde.

„Trotz allem, was in Wien erreicht wurde, war das Niveau der Kunstverkäufe nicht stark genug, um Galerien weiter bitten zu können, in die Messe zu investieren“, wird Will Ramsay, der Gründer der international agierenden Messemarke, in der Aussendung zitiert. 

Ein nicht erwähnter Hintergrund dürfte auch sein, dass sich die Stadt Wien zur Förderung des Kunstmesseplatzes  bekannt und den heimischen Galeristen, die hinter der „Astoria Artshow“ stehen, eine größere Förderung für 2027 zugesagt hat. Dieser Standortvorteil würde der „Affordable Art Fair“ fehlen.

Nie richtig angenommen

In der Galerienszene war das Format, das meist mit einem Kern aus internationalen, vor Ort nicht vernetzten Ausstellern in verschiedene Städten gastiert und dort Standfläche mit lokalen Ausstellern auffüllt, auch nie richtig angenommen worden. 

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Der Anspruch, nur „leistbare“ Kunst anzubieten, spielte mit dem Klischee des Elitismus, das sich angesichts jüngerer Entwicklungen am Kunstmarkt nicht mehr wirklich halten lässt, wie die Events des vergangenen Wochenendes auch zeigten: Innerhalb des Preisspektrums zwischen 100  und 10.000 Euro, das die Affordable Art Fair als „leistbar“ definiert, haben auch jene Österreichischen Galerien, die sich sichtbar um lokale Künstlerinnen und Künstler und um den Erhalt der heimischen Szene kümmern, mehr als genug Kunst im Programm. 

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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