Wie Rapid gegen WSG Tirol einen historischen Saisonstart schaffen kann

Sport

Das bittere und millionenschwere Europacup-Aus im Elfmeterschießen gegen Heart of Midlothian verdeckt einen ungewöhnlich starken Saisonstart von Rapid.

„Wir müssen viel, viel besser sein als in der Vorsaison“, hatte Trainer Johannes Hoff Thorup im Trainingslager im KURIER-Interview gefordert und dabei die Torausbeute seines Teams als größte Baustelle benannt.

Und tatsächlich sind die Hütteldorfer (in der Vorsaison gemeinsam mit Altach das ungefährlichste Team) offensiv nicht wiederzuerkennen: In 14 Pflichtspielen gab es bisher 45 Treffer, also einen Torschnitt von mehr als drei Volltreffern pro Partie.

Das wirkt sich auch entsprechend auf die Punkte in der Bundesliga aus, trotz der bereits sieben Gegentore: Mit 18 Treffern wurden in sechs Runden 15 Punkte herausgeschossen.

Sollte am Freitag gegen die WSG Tirol in Hütteldorf (19.30 Uhr) gewonnen werden, geht der aktuell Tabellenzweite sogar mit einem historischen Punktestand in die lange Länderspielpause: Rapid hätte durch einen weiteren Heimsieg 18 Zähler nach sieben Runden – so viele wie noch nie in diesem Jahrtausend.

Gab es nicht erst 2025 einen Rekordstart?

Ja, unter Hoff Thorups Vorgänger Peter Stöger waren es nach sechs Ligaspielen 16 von 18 möglichen Punkten – das ergab einen Rapid-Rekord in der 1974 gegründeten Bundesliga. Danach folgte in Graz durch einen höchst umstrittenen Elfmeter für den GAK das 1:1 in der Nachspielzeit und ein Remis.

Der Zwischenstand ergab also starke 17 Punkte aus sieben Runden (Torverhältnis 11:4), ehe mit dem 1:3 im Wiener Derby vor eigenem Publikum ein beispielloser Absturz begann.

In welchen Saisonen war Rapid knapp an den nun möglichen 18 Punkten dran?

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Neben 2025 wurden auch in der Saison 2020/’21 17 Punkte erreicht. Am Saisonende stand mit Rang 2 unter Coach Didi Kühbauer die bis heute letzte Platzierung in den Top 3. Auch in der Saison 2003/’04 waren es nach Runde 7 starke 17 Punkte.

Jeweils 16 Zähler hatten die Hütteldorfer aus sieben Spielen in den Saisonen 2015/’16, 2008/’09 und 1999/2000.

Wie lag Rapid in den Meistersaisonen?

Interessanterweise nicht so gut.

2007 waren es 13 Punkte, ehe im Frühjahr unter Trainer Peter Pacult der Meisterexpress startete. Nur einen Zähler mehr hatte Coach Josef Hickersberger 2004, also 14 Punkte – auch beim Titel 2005 war das Frühjahr meisterlich. Und 1995/’96 unter Meistertrainer Ernst Dokupil weist die Statistik ebenfalls überschaubare 14 Punkte aus.

Knapp davor war der Wechsel auf die Dreipunkte-Regel beschlossen worden.

Und wann ist Rapid besser gestartet?

Ein einziges Mal in der Drei-Punkte-Ära. Das war 1998 unter Heribert Weber. Sechs Siege und ein Remis (1:1 beim GAK) ergeben 19 Punkte und einen nahezu perfekten Saisonstart.

Erst im beginnenden Herbst gab es Misserfolge wie das Europacup-Aus gegen Bordeaux sowie Niederlagen gegen Lustenau oder den GAK.

Am Saisonende 1999 verspielte Rapid den Titel noch an Sturm.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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