
Bereits seit 2016 wird der HERMES.Wirtschafts.Preis vergeben. Die Marke wurde inzwischen vom KURIER übernommen. Heuer findet die festliche Preisverleihung am 6. November in der Wiener Hofburg statt. Unternehmen werden in den Kategorien Dienstleistung, Handel, Industrie, Familien-Unternehmen, Frauen-geführte Unternehmen, International und Logistik ausgezeichnet. Hinzu kommen die Sonderkategorien Innovation und Klimaschutz. Zudem gibt es den Ehrenpreis „Entrepreneur des Jahres“. Dieser ging 2025 an Frutura-Geschäftsführer Manfred Hohensinner.
Bis jetzt ist das Interesse der Unternehmen an einer Teilnahme groß. Um allen die Chance zu geben, rechtzeitig ihre Bewerbung unter https://hermes.kurier.at einzureichen, wird die Frist dazu auf 6. Oktober verlängert. Eine Jury bewertet dann die Unternehmen auf Basis wesentlicher Finanzkennzahlen und Indikatoren für die wirtschaftliche Bedeutung. „Das Ziel ist, Unternehmen möglichst objektiv, transparent und nachvollziehbar zu bewerten“, sagt Klaus Hübner, langjähriger Präsident der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
Er hat das Bewertungssystem erfunden. „Der Preis soll durch nachweisbare unternehmerische Leistung gewonnen werden können und nicht durch Unternehmensgröße, Bekanntheit oder subjektive Sympathien. Deshalb basiert die Bewertung in den Hauptkategorien auf einem klar definierten Kennzahlensystem.“ Die Jury begleitet die Bewertung nach dem Mehraugenprinzip und überprüft die Datengrundlagen sowie die Anwendung des Bewertungsmodells auf Plausibilität und Vollständigkeit.
Konkret erfolgt die Gesamtwertung nach einem Ranglistenmodell. Für jede relevante Kennzahl werden die teilnehmenden Unternehmen gereiht. Die dabei erreichten Rangplätze werden addiert. Die niedrigste Gesamtpunktzahl ergibt die beste Gesamtplatzierung.
Vergleichbarkeit
Dieses Verfahren hat laut Hübner den Vorteil, dass Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen vergleichbar werden. Nicht der höchste Umsatz oder die größte Mitarbeiterzahl entscheiden über den Erfolg, sondern die relative wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens innerhalb einer Kategorie. Dadurch haben sowohl mittelständische Betriebe als auch größere Unternehmen reale Chancen auf Preise. In die Bewertung fließen ausschließlich objektiv überprüfbare Unternehmensdaten ein (siehe Infobox oben). Die zugrunde liegenden Daten stammen aus den eingereichten Unterlagen und werden nach den selben Regeln für alle Teilnehmer ausgewertet.
Anders als in den Hauptkategorien erfolgt die Bewertung in den Sonderkategorien Innovation und Klimaschutz nicht primär auf Basis betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Im Mittelpunkt stehen eingereichte Projekte. Aber auch hier urteilt die Jury nach festgelegten Kriterien wie Neuartigkeit, praktischer Nutzen, Umsetzbarkeit sowie Mehrwert für Unternehmen, Branche oder Gesellschaft bzw. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und der Reduktion von Umwelt- und Klimaauswirkungen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



