Das faltbare iPhone Duo im Kurztest

Wirtschaft

Apple hat sich mit dem Markteintritt bei faltbaren Smartphones ziemlich viel Zeit gelassen: Ganze sieben Jahre nachdem Samsung sein erstes „Foldable“ ins Rennen geschickt hat, zieht der iPhone-Hersteller nach. Mit dem iPhone Duo durchbricht Apple nicht nur die Schallmauer von 2.000 Euro, mit dem Falt-Handy soll auch das Benutzererlebnis auf eine neue Stufe gehoben werden.

Ob das tatsächlich gelingt, wird sich erst zeigen, wenn die Falt-iPhones im Alltagseinsatz sind. Der KURIER konnte sich jedenfalls einen ersten Eindruck vom iPhone Duo verschaffen und das faltbare Handy ausprobieren.

Anders als die Konkurrenz

Schnell zeigt sich, dass Apple bei seinem ersten Falt-Smartphone einige Details anders löst als die Konkurrenz. Vor allem bei Bildschirm, Format und Bedienung hat der Hersteller versucht, typische Schwächen bisheriger Falt-Handys zu vermeiden.

Ein zentraler Kritikpunkt bei Falt-Handys ist die stets sichtbare Bildschirmfalte am Innen-Display. Apple ist es gelungen, diese Falte auf ein Minimum zu reduzieren, sodass sie kaum spürbar und kaum sichtbar ist. Möglich macht dies unter anderem eine matte Bildschirmbeschichtung. Dadurch werden Spiegelungen reduziert, was dabei hilft, die Falte zu verstecken.

Überzeugend wirkt auch der Formfaktor, der mit einem österreichischen Reisepass vergleichbar ist – beide Displays sind ungefähr doppelt so breit wie hoch. Dass sowohl das Innen- als auch das Außen-Display ein Format von 2:1 aufweisen, sorgt für eine visuelle Kontinuität, wodurch die Benutzererfahrung insgesamt profitiert.

Zwei Apps gleichzeitig anzeigen

Hält man das aufgeklappte Duo im Querformat können zwei Apps gleichzeitig nebeneinander dargestellt werden. Will man Fotos, Text oder andere Dateien zwischen den beiden Anwendungen hin- und herkopieren, können die Elemente einfach von einer App in die andere „gezogen“ werden – so wie man es vom Computer kennt.

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Auch bei der Software hat Apple das neue Format konsequent berücksichtigt. Das neue Bildschirmformat hat den Hersteller dazu veranlasst, die gewohnten Bedienelemente neu zu platzieren. Sie werden nun horizontal am seitlichen Rand dargestellt. Das ist in diesem Fall nicht nur sinnvoll, sondern dadurch sind die Bedienelemente auch gut mit dem Daumen erreichbar.

Zu erwähnen ist, dass dieser erste Einblick unter kontrollierten Bedingungen stattgefunden hat, bei denen Apple nichts dem Zufall überlässt. Zu sehen waren ausschließlich Apps, die von Apple auf den neuen Formfaktor angepasst wurden. Bleibt zu hoffen, dass auch alle anderen App-Hersteller nachziehen und ihre Anwendungen ebenso auf die Besonderheiten des iPhone Duo abstimmen.

Fazit

Mit dem iPhone Duo hat Apple jedenfalls die Brücke zwischen einem herkömmlichen iPhone und einem iPad geschlagen. Das Falt-iPhone kombiniert zwei Geräte in einem und füllt die Lücke zwischen Smartphone und Tablet. Das klingt verlockend, garantiert aber noch lange keinen Verkaufserfolg.

Auch wenn das iPhone Duo einen guten ersten Eindruck hinterlässt, steht der eigentliche Härtetest noch bevor. Am 23. Oktober kommt das Falt-iPhone in den Handel und muss sich im Alltag bewähren. Wie reibungslos das neue Apple-Handy unter realen Bedingungen funktioniert, wird sich frühestens dann zeigen.

Ein großes Fragezeichen steht aber schon jetzt hinter dem iPhone Duo; und das betrifft die Langlebigkeit. Die Falt-Handys anderer Hersteller sind nicht gerade für ihre lange Lebensdauer bekannt. Vor allem das Display weist meist schon nach vergleichsweise kurzer Zeit deutliche Gebrauchsspuren auf.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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