
Zusätzlicher Führungsposten
Dass in einem Jahr mit hohem nationalen Minus, einem weiterhin teuren Kader und ohne Ligaphase im Europacup ein zusätzlicher Führungsposten geschaffen und bezahlt wird, ist bemerkenswert.
Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an Wolfgang Fiala.
Laut KURIER-Recherchen wird dem 38-jährigen Wiener die „ausdrückliche Rückendeckung“ des Präsidiums mit auf den Weg gegeben.
Der Hoffnungsträger soll die „Finger in die Wunden legen“ und dem Präsidium auch Unangenehmes berichten – um es danach „rasch zu verbessern“.
Sehr viele Aufgaben
Worum genau geht es beim Ex-Nachwuchskicker der Hütteldorfer, der 2017/’18 Videoanalyst für Rapid II war?
Offiziell ist das „oberste Ziel, personenunabhängige Systeme und Methoden möglichst dauerhaft zu implementieren“. Fiala hat dafür Bereiche übertragen bekommen, die zum Teil in der Zuständigkeit von Sportchef Markus Katzer und zum Teil im Bereich von Geschäftsführer Steffen Hofmann gelegen sind.
„Performance & Health“ umfasst Athletik, medizinische Abteilung, Sportpsychologie sowie das Sport- und Teammanagement.
Bei der Spielerentwicklung soll die Durchlässigkeit zu den Profis erhöht werden. Und, was bisher nicht mehr als eine Überschrift bei Hauptversammlungen war: Fiala soll gewährleisten, dass die „einheitliche Fußballentwicklung und Methodik“ vom Nachwuchs bis zu den Profis tatsächlich auch umgesetzt wird.
Abgeschlossene Trainerausbildung als Extra
Da Fiala neben seiner Erfahrung als Sportdirektor, Rieder Nachwuchschef und Videoanalyst auch die Trainerausbildung als einer der besten des Jahrgangs abgeschlossen hat, sollte das fachliche Rüstzeug für das weite Feld vorhanden sein.
Gegen alle Widerstände
Gut möglich, dass Fiala im großen Hütteldorfer Apparat auch auf Widerstände stoßen wird.
Als Vorbild dafür sieht das Präsidium mittlerweile das Vorgehen von Trainer Johannes Hoff Thorup an: Der Däne, der mit seiner Hartnäckigkeit auch unangenehm werden kann, hat im Frühjahr einige altbekannte Arbeitsabläufe intern angeprangert oder gleich abgedreht.
Nach dem Motto „Wir können nach 18 Jahren ohne Titel nicht erwarten, immer das Gleiche zu tun und trotzdem bessere Ergebnisse zu bekommen“.
Mittlerweile genießt Hoff Thorup in der Klubspitze hohes Ansehen, sein Wort zählt. So soll es – das ist zumindest der Plan – auch mit Wolfgang Fiala laufen.
Source:: Kurier.at – Sport



