Österreichs Schuldenberg steigt um 20,5 Milliarden Euro

Wirtschaft

Die Differenz zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben ist im ersten Halbjahr 2026 kleiner geworden. Die Ausgaben überragen die Einnahmen aber noch um 11,1 Milliarden Euro, teilte die Statistik Austria mit. Die Schulden des Gesamtstaates (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung) beliefen sich Ende Juni auf 438,9 Mrd. Euro – 20,5 Mrd. mehr als noch Ende 2025. 

Die Schuldenquote (gemessen am Bruttoinlandsprodukt) stieg von 80,7 auf 83,6 Prozent. Im Doppelbudget 2027/28 rechnet Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) mit einer weiteren Verschlechterung bis zu 85,0 Prozent im Jahr 2031.

Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2025 stiegen die Einnahmen der öffentlichen Hand um 4,2 Prozent auf 129,7 Mrd. Euro. Die Ausgaben stiegen um 1,9 Prozent auf 140,9 Mrd. Euro. Das Defizit betrug somit rund 11,1 Mrd. Euro. Der Bund hatte ein Defizit in Höhe von 12,2 Mrd. Euro, bei den Gemeinden gab es einen Fehlbetrag von 1,4 Mrd. Euro. Diesen standen Überschüsse bei den Ländern (0,9 Mrd. Euro) und bei der Sozialversicherung (1,5 Mrd. Euro) gegenüber.

Dass der Schuldenstand stärker stieg als das Gesamtdefizit, dürfte vor allem daran liegen, dass der Bund laut Statistik Austria neben der Deckung des Defizits auch vorsorglich einen größeren Liquiditätsbestand als im 1. Halbjahr 2025 aufgebaut habe.

Mit Blick auf die gesamtstaatlichen Einnahmen kam mit rund 85,7 Prozent das Gros aus Steuern und Sozialbeiträgen. Bei den Sozialbeiträgen habe es einen kräftigen Zuwachs um 5,3 Prozent gegeben. Wegen einer schwächeren Entwicklung als noch ein Jahr davor bei den Lohnsteuern seien die Steuereinnahmen mit 3,2 Prozent weniger stark gewachsen als noch im ersten Halbjahr 2025.

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Das Ausgabenwachstum wurde gegenüber der Vorjahresperiode deutlich gebremst. Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst (1,3 Prozent) und monetäre Sozialleistungen (2,7 Prozent) wuchsen deutlich weniger stark an als noch vor einem Jahr. Dazu hätten vor allem niedrigere Ausgaben für Pensionen beigetragen, so die Statistikbehörde.

Wachstum

Zugleich fällt das Wachstum geringer aus als prognostiziert, wie die Statistik Austria weiter mitteilte. Demnach legte das reale BIP 2025 um 0,7 Prozent zu. Die vorläufigen Zahlen waren im Juni noch von einem Wachstum von 0,8 Prozent ausgegangen. Getragen worden sei das Wachstum „vor allem vom Dienstleistungsbereich, aber auch die Herstellung von Waren konnte wieder zulegen. Nachfrageseitig stützen vor allem Investitionen und Konsumausgaben das Bruttoinlandsprodukt“, sagte Manuela Lenk, Generaldirektorin der Statistik Austria.klee

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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