Saftige Pleite einer ambitionierten Brauerei

Wirtschaft

„Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen den österreich- und europaweiten Rückgang des Bierkonsums sowie die angespannte wirtschaftliche Lage. Teurere Produkte von Biermanufakturen würden weniger nachgefragt, dazu kämen Kostensteigerungen bei Personal und Miete. Als Ratenzahlungsvereinbarungen mit Großgläubigern nicht mehr eingehalten werden konnten, sei die Insolvenz unvermeidbar gewesen“, berichten AKV und Creditreform.

Über das Vermögen der Cetius Mons Braumanufaktur GmbH mit Sitz in Purkersdorf ist am 30. September 2026 am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Das bestätigen AKV und Creditreform dem KURIER.

Geschäftsführender Gesellschafter ist laut Firmenbuch Markus Führer. Das Unternehmen beschäftigt neben dem Geschäftsführer einen Dienstnehmer

Schulden 

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 863.000 Euro, davon entfallen etwa 268.000 Euro auf Gesellschafterdarlehen. Betroffen sind rund 30 Gläubiger.

Die Sanierung 

„Das Unternehmen soll fortgeführt werden“, so Creditreform. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Plans. Die Finanzierung soll aus dem laufenden Betrieb erfolgen.

Der AKV prüft derzeit die Realisierbarkeit des Sanierungsplans und will klären, ob der Zahlungsvorschlag, der lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht, verbessert werden kann.

Zur Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Christine Riess bestellt. Die Anmeldefrist für Gläubiger endet am 10. November 2026, die Prüfungstagsatzung findet am 24. November statt, die Sanierungsplantagsatzung am 22. Dezember.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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