
US-Präsident Donald Trump hält Wahlen in Venezuela für möglich, sieht sie derzeit aber noch als verfrüht an. „Sie könnten Wahlen abhalten“, sagte Trump dem US-Magazin „Time“ in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. „Ich glaube aber, dass es noch zu früh ist.“ Trump bekräftigte zugleich grundsätzlich seine Erwartung von Wahlen in dem südamerikanischen Land.
„Ich würde mit ihr darüber sprechen, aber es wird Wahlen geben“, sagte er mit Blick auf die geschäftsführende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez. Einen Zeitplan nannte Trump nicht. Zugleich betonte er die enge Zusammenarbeit mit der venezolanischen Führung. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Wir bringen die großen Ölkonzerne ins Land.“ Exxon und Chevron sowie weitere große Ölkonzerne seien dabei, ihre Aktivitäten in Venezuela auszuweiten.
„Wir holen eine enorme Menge Öl heraus“, sagte Trump. Bald werde man die strategischen nationalen Reserven der USA auffüllen. Zugleich werde auch Venezuela wirtschaftlich profitieren. Die USA hätten dabei „vollständige Kontrolle“ über die beteiligten Unternehmen.
Auch Rodríguez kündigte Wahlen an
Rodríguez hatte bei der UNO-Generaldebatte in New York ebenfalls Wahlen und einen politischen Wandel angekündigt. Einen Termin nannte auch die geschäftsführende Präsidentin nicht. Rodríguez und Trump hatten sich am Rande der UNO-Generaldebatte erstmals persönlich getroffen. Das Gespräch fand unter Ausschluss der Presse statt.
Die Annäherung erfolgt nach der Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die USA Anfang des Jahres. Rodríguez war zuvor Vizepräsidentin unter Maduro und übernahm anschließend als geschäftsführende Präsidentin die Führung des Landes. Seitdem haben Caracas und Washington ihre Zusammenarbeit insbesondere im Ölsektor ausgeweitet.
Source:: Kurier.at – Politik



