Netanyahu droht bei Gedenken an 7. Oktober: „Keine Hamas-Herrschaft in Gaza“

Politik

Knapp drei Jahre nach dem Hamas-Großangriff auf Israel hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu eine erneute Machtübernahme der Islamisten im Gazastreifen ausgeschlossen.

„Keine Hamas-Herrschaft im Gazastreifen“

„Es wird keine Hamas-Herrschaft im Gazastreifen geben“, sagte Netanyahu am Montag auf einem Militärfriedhof in Jerusalem bei einer Gedenkfeier für die Opfer der Attacken vom 7. Oktober 2023. Er kündigte an, weiterhin gegen alle vorzugehen, die an dem Angriff oder an Geiselnahmen beteiligt waren.

„Wir haben enorme Fortschritte erzielt, aber es liegen noch Aufgaben vor uns, und wir beabsichtigen, diese zu erfüllen“, betonte Netanyahu. Am Montag wird in Israel gemäß dem jüdischen Kalender der nationale Gedenktag für die Opfer des Großangriffs der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas begangen. Ab 6.29 Uhr, dem Beginn des Massakers am 7. Oktober 2023, wurden die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf halbmast gesetzt.

Israel tötet Hamas-Kommandanten

Unterdessen töteten die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben einen Hamas-Kommandanten in Gaza. Der Hamas-Kämpfer sei ein Kommandant der Nukhba-Einheit gewesen, der am 7. Oktober nach Israel eingedrungen sei, teilte das israelische Militär auf der Plattform X mit. Die Nukhba-Einheit ist ein Elitekommando im militärischen Arm der Hamas und soll den Angriff in Israel angeführt haben.

Der nun in Gaza getötete Kommandant habe Attacken auf israelische Zivilisten und Soldaten vorbereitet und daran gearbeitet, die Fähigkeiten der Hamas wiederherzustellen, teilte das Militär. Dies sei ein Verstoß gegen die Waffenruhe.

Mutmaßlicher Angreifer im Westjordanland erschossen

Im Westjordanland stoppten israelische Soldaten eine versuchte Attacke mit einem Auto nahe der Stadt Hebron durch Schüsse. Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium wurde dabei ein 38-jähriger Palästinenser getötet, zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt.

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Drei Verdächtige hätten mit einem Auto ein Armeefahrzeug gerammt, teilten die Streitkräfte mit. Daraufhin hätten die Soldaten auf das Fahrzeug geschossen. Die Soldaten seien nicht verletzt worden.

Politische Zukunft ungewiss

Bei ihrem Angriff auf Israel töteten Hamas-Kämpfer und ihre Verbündeten 1.221 Menschen und verschleppten 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen. Israel reagierte mit einem massiven Militäreinsatz im Gazastreifen, bei dem nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 74.200 Menschen getötet wurden.

Trotz einer im Oktober vergangenen Jahres vereinbarten Waffenruhe greift die israelische Armee weiterhin Ziele im Gazastreifen an. Nach Angaben der Hamas-Behörden wurden seit Inkrafttreten der Waffenruhe mehr als 1.440 Menschen durch israelische Streitkräfte getötet.

Die politische Zukunft des Gazastreifens ist weiterhin ungewiss. Der von den USA vorangetriebene Friedensplan sieht die Entwaffnung der Hamas und einen Rückzug der israelischen Soldaten aus dem Gazastreifen vor. In einer Übergangsphase soll eine aus Technokraten bestehende Regierung die Amtsgeschäfte in dem Palästinensergebiet übernehmen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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