Nach Sieg gegen Kosovo: WM für ÖFB-Frauen „unheimlich greifbar“

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Der Kosovo ist wie erwartet nicht zum Stolperstein für Österreichs Frauen-Nationalteam in der WM-Qualifikation geworden. Nach einem 4:0-Heimerfolg und Gesamt-6:1-Triumph in der 1. Play-off-Runde wartet Anfang Dezember die Schweiz als letzte europäische Hürde auf dem Weg zur Premieren-Weltmeisterschafts-Teilnahme.

Nach Sieg gegen Kosovo: WM für Österreich „greifbar“

„Die WM ist im Moment unheimlich greifbar“, betonte 1:0-Torschützin Marie Höbinger am Dienstag in den Katakomben des Stadion Sport-Club-Platz in Wien.

Durch den frühen Führungstreffer der Liverpool-Akteurin (7.) war nach dem Hinspiel-2:1 früh der Grundstein für den Aufstieg gelegt. Die Kosovarinnen konnten im Gegensatz zur Partie in Pristina keine Gefahr ausstrahlen.

„Wir haben jetzt genau gewusst, was uns erwartet. Wir haben versucht, ein bisschen über die Seiten Raum und Überzahl zu finden und mehr Spieler auf der letzten Linie zu haben. Dadurch haben wir viel mehr Druck erzeugt und uns immer wieder Chancen erarbeitet“, resümierte ÖFB-Teamchef Lars Söndergaard.

„Ganz besonderer“ Geburtstag für Puntigam

Da die Effizienz lange Zeit zu wünschen übrig ließ, dauerte es bis zur 65. Minute, ehe Sarah Puntigam alles klarmachte. „Trotz ihres Alters spielt sie zweimal 90 Minuten, läuft unglaublich und man sieht es ihr nicht an. Sie ist eine super Kapitänin, spielerisch gut und wenn sie in den Sechzehner kommt, da auch richtig gefährlich“, lobte Söndergaard die ÖFB-Rekordspielerin.

Ihr 26. Treffer im 168. Länderspiel gelang ihr an ihrem 34. Geburtstag. „Es war ganz besonders. Ich habe meinen Geburtstag noch nie beim Nationalteam feiern dürfen. Dann noch am Spieltag, gewonnen und ein Tor. Das freut mich sehr, ist sehr schön“, sagte die US-Legionärin.

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Virginia Kirchberger-Prohaska (87.) und Eileen Campbell (90.) sorgten im Finish für klare Verhältnisse. „Es tut uns gut, dass wir nicht nur 1:0 gewonnen haben, sondern ein paar Tore geschossen haben“, betonte ein mit der Leistung „sehr zufriedener“ Söndergaard. Unter seiner Führung war es der dritte Sieg im vierten Spiel.

„Das sorgt für ordentlich Selbstvertrauen und stärkt den Glauben daran, wie wir spielen wollen.“ Positiv ist für ihn, dass sich etwa durch die Integration der erst 17-jährigen Valentina Pötzl, die ein starkes Startelfdebüt gab, neue Optionen aufgetan haben.

Söndergaard: „Kader wird größer“

„Der Kader wird größer und auch durch die von Verletzungen zurückgekehrten Spielerinnen ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, schilderte der Däne. Ganz wichtig sei eine Mischung zwischen jungen Akteurinnen und Routiniers, die auch „Mentoren“ seien. „Man kann keine Spiele mit nur elf Spielerinnen gewinnen, ein großer Kader ist ganz wichtig“, meinte auch Höbinger. Sie und ihre Kolleginnen blieben wie bei Söndergaards Premiere beim 1:0 gegen Slowenien in Hernals ohne Gegentor.

Gegen die Schweiz gibt es eine größere Bühne, erhofft sich der ÖFB doch viel mehr als 3.514 Besucher, die gegen den Kosovo gekommen waren. Das Rückspiel steigt am 5. Dezember, Spiel eins vier Tage zuvor auf Schweizer Boden. Söndergaard und seine Spielerinnen sprachen unisono von einer „50:50-Chance“, was auch mit Blick auf die Weltrangliste deutlich wird, wo Österreich als 25. unmittelbar vor dem Nachbar liegt. Puntigam sprach im Vergleich zum Kosovo von einem „ganz anderen Kaliber“.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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