Heilige, Hure oder Klosterschwester: Filmkritik zu „Glaube“

Kultur

Junge Mädchen im Alter von 17 Jahren haben die unterschiedlichsten Berufswünsche. Nonne gehört meist nicht dazu. Doch Ainara, die Schülerin eines katholischen Internats in Bilbao, glaubt an ihre Berufung. Ihre Familie ist irritiert, vor allem ihre Tante Maite. Sie setzt alles daran, ihre Nichte vor den „religiösen Fanatikerinnen“ zu schützen und sie für ein weltliches Leben mit Studium und Auslandsaufenthalt zu begeistern. Als Ainara bei einer erotischen Begegnung mit einem Burschen überrascht wird, flippt ihr Vater aus. Was sie denn nun sei – Heilige oder Hure?

Mit feinfühliger Hand webt die spanische Regisseurin Alauda Ruiz de Azúa das Porträt einer Familie in der Krise. Vor allem Maite gerät in direkten Konflikt mit der Priorin des Klosters.

Trifft Ainara ihre Entscheidung aus freien Stücken? Wird sie indoktriniert? – Eine Frage, die das ungewöhnliche Coming-of-Age-Drama in zitternder Spannung hält.

INFO: E 2025. 115 Min. Von Alauda Ruiz de Azúa. Mit Blanca Soroa, Patricia López Arnaiz.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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