Midterm-Pleite: Trump gratuliert Demokraten und wütet gegen eigene Kandidaten

Politik

Die Demokraten haben bei der US-Kongresswahl einen Erdrutschsieg gefeiert. Donald Trump hatte die Wahl zu einer Abstimmung über sich selbst erklärt. Angesichts einer sich abzeichnenden Niederlage wollte er am Wahlabend dann nichts mehr davon wissen: „Ich stand nicht auf dem Stimmzettel“, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Schließlich gratulierte er: „Herzlichen Glückwunsch an die Demokraten. Sie haben gute Arbeit geleistet“, sagte Trump dem Sender Fox News.

Die Demokraten hätten demnach lange auf diesen Moment hingearbeitet, nun will der US-Präsident mit ihnen zusammenarbeiten. „Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen“, sagte Trump gegenüber der Zeitung New York Times. Er könne mit den Demokraten „in vielen Punkten“ zusammenarbeiten, auch beim Thema Einwanderung. Zugleich schlug der US-Präsident weniger versöhnliche Töne an, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete: „Die Demokraten werden verrückte Vorschläge einbringen und ich werde mein Veto einlegen.“

Trump: Iran-Krieg und Fox News schuld

Ein Teil des Wahlergebnisses sei laut Trump auf den Iran-Krieg zurückzuführen. Der Krieg habe den republikanischen Kandidaten zu schaffen gemacht, sagte er in einem Interview mit Fox News. Die Wähler hätten sein Vorgehen in dem Konflikt jedoch grundsätzlich unterstützt. „Ich denke, ein Teil davon war der Iran, aber gleichzeitig haben die Menschen die Bedeutung dessen verstanden, was ich im Iran getan habe.“

Auch Fox News sei mitverantwortlich für die herbe Niederlage der Republikaner, weil er ständig Demokraten „und Schlimmeres“ in den Fokus stelle, meinte er auf seiner Plattform Truth Social. Fox News gilt als konservativ und räumt Trump wesentlich mehr Sendezeit ein als andere große US-Sender. Über demokratische Kandidaten in entscheidenden Senatsrennen hatte er vor der Wahl überwiegend negativ berichtet.

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Und Trump teilte auch gegen seine eigenen Kandidaten aus. Etwa in Texas. Dort hat sein Kandidat Ken Paxton, der dortige Generalstaatsanwalt, der in unzählige Affären verwickelt war, gegen den Demokraten James Talarico verloren – und Greg Abbott, der langjährige Gouverneur, hat seinen Sitz an die Demokratin Gina Hinojosa abgeben müssen. Auf Truth Social wütet Trump, Abbot sei nur „ein Republikaner dem Namen nach“, also kein echter, sonst hätte er nicht verloren.

Zum Auftakt der US-Kongresswahlen hatte der US-Präsident am Montag noch einmal eine Tirade gegen die politische Konkurrenz losgelassen. „Die Demokratische Partei hat die extremste und gefährlichste Liste von Kandidaten in der amerikanischen Geschichte nominiert“, sagte Trump während einer Rede in Washington. In Online-Beiträgen am Dienstag schimpfte Trump über radikale, gefährliche und dumme Linke.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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