
Der Literaturpreis Prix Goncourt geht heuer an Philippe Jaenada für seinen im Verlag Flammarion erschienenen Roman „L’inconnue du quai de Javel“. Das gab die Académie Goncourt unter Juryvorsitz des Autors Philippe Claudel nach ihrer Schlusssitzung im Pariser Restaurant Drouant am Dienstag bekannt. Der 1964 in Saint-Germain-en-Laye geborene Spezialist für historische Kriminalfälle setzte sich im ersten Wahlgang mit sechs zu drei Jurystimmen gegen Sylvain Prudhomme durch.
In „L’inconnue du quai de Javel“ (dt. „Die Unbekannte vom Quai de Javel“) geht es um einen ungeklärten Mord aus der Nachkriegszeit: den Fall einer jungen Frau, die zahlreichen Malern Modell gestanden hatte. Der 62-Jährige war bereits viermal für den Prix Goncourt in die engere Auswahl gekommen – und nun erstmals im Finale.
Die prestigeträchtigste französische Literaturauszeichnung wird seit 1903 vergeben. Sie ist zwar nur mit symbolischen 10 Euro dotiert, kurbelt aber die Verkaufszahlen im Weihnachtsgeschäft enorm an. Im vergangenen Jahr gewann Laurent Mauvignier mit seinem Roman „La maison vide“. Die deutsche Übersetzung von Claudia Kalscheuer („Das leere Haus“) soll Anfang 2027 im Verlag Matthes & Seitz Berlin erscheinen.
Source:: Kurier.at – Kultur



