Dror Mishanis „Nicht“: Unglück im Glücksgeschenkesack

Kultur

Eli hat nach dem Tod seiner Frau mit der Liebe und eigentlich auch mit dem Glück abgeschlossen. Er rechnet nicht mehr damit, dass Gott noch was für ihn im „Geschenkesack“ hat. Aber dann lernt er bei Freunden Lia kennen und versteht sich auf Anhieb mit der lebenslustigen Cellistin. Schon am nächsten Tag meldet sie sich bei ihm und Eli nimmt das Interesse fast ungläubig zur Kenntnis. Aber auch dankbar. Und so entwickelt sich sehr rasch eine Liebesbeziehung, in der sich Lia nicht einmal – wie ein paar Bekanntschaften vor ihr – abschrecken lässt davon, dass er noch recht wehmütig von seiner Frau, dieser einen perfekten Liebe, erzählt.

Aber schon recht früh in der Erzählung von „Nicht“ wird angedeutet, dass es diese Liebe nicht leicht haben wird. Und mehr sollte man jetzt eigentlich auch nicht verraten. Wie bei den meisten Büchern von Dror Mishani. Der israelische Schriftsteller schreibt Krimis für Menschen, die sagen, sie lesen keine Krimis – aber spannend soll es schon sein. 

Auch dieser Roman ist ein locker an einem Nachmittag verschlungener Pageturner. Auch wenn er vielleicht nicht so fundamental überrascht wie das Meisterwerk „Drei“, ist diese Verselbstständigung von Dingen, die man nicht machen sollte und Sätzen, die man nicht nicht sagen sollte, ausgesprochen packend. 

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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