Karl-Markus Gauß: Was wir verloren haben

Kultur

 Eine Liebesgeschichte erzählt Karl-Markus Gauß hier nicht, auch wenn der Titel es vermuten lassen könnte.

Mit Liebe hat dieses Buch, wie die meisten Bücher des Salzburger Schriftstellers, trotzdem zu tun. Insbesondere, wenn er an den Rändern Europas unterwegs ist, ist Karl-Markus Gauß der Welt wohlgesinnt, sein Blick auf sie ist warmherzig und voller Neugier. Auch diesmal führen Gauß’ Reisegeschichten in diesen Kulturraum, er kennt ihn gut, seine Mutter stammte aus der Vojvodina, eine heute autonome Provinz in Serbien.

In der ersten Geschichte „Wer waren Ljuba und Alma“ folgt Gauß in Slowenien den Lebenswegen zweier Außenseiterinnen. Ljuba Prenner, einer Anwältin und Schriftstellerin, die als Mann lebte, sowie der kleinwüchsigen Reiseschriftstellerin Alma M. Karlin, einst weltberühmt, heute weitgehend vergessen.

Von Bruck an der Mur bis nach Griechenland führt eine weitere Erinnerungsfährte und in Bosnien, von wo das Kernstück dieses Erzählbandes handelt, erinnert sich Gauß an seinen Freund, den 2023 verstorbenen Schriftsteller Dževad Karahasan.

In dieser wehmütigen Geschichte steckt auch der titelgebende Satz: „Die Liebe kommt immer zu spät, und erst in der Erinnerung wissen wir, was wir verloren haben.“

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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