
Der frühere Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) ist bei einer Zugfahrt in der Ukraine in einen Drohnenalarm gekommen. „Meine Anreise war etwas ruppig, aber ich bin gut angekommen“, teilte der EU-Spitzenbeamte am Dienstag auf X mit. Er war laut der „Kronen Zeitung“ als Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) auf einer „wichtigen Dienstreise für den Wiederaufbau der Ukraine“.
„Es ist zutiefst beeindruckend, wie professionell und gelassen die Menschen in der Ukraine mit der täglichen Gefahr, mit den vielen Angriffen und Alarmen umgehen“, betonte Nehammer. Er war im Nachtzug nach Kiew unterwegs, als dieser gegen 2 Uhr früh nahe der westukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg) stoppen musste. „Jedem von uns ist bewusst, dass wir in einem Kriegsgebiet sind“, schilderte der Ex-Politiker gegenüber der „Krone“. „Ein konkreter Alarm wie dieser führt einem das noch einmal eindrücklich vor Augen.“
Vor viereinhalb Jahren war Nehammer als einer der ersten westlichen Regierungschefs nach Kriegsausbruch in die Ukraine gereist. Im April 2022 besuchte er unter anderem den Schauplatz des Massakers von Butscha, das nach unabhängigen Erkenntnissen von den russischen Besatzern verübt wurde. Auch damals reiste er mit dem Nachtzug an, weil der Luftraum über der Ukraine gesperrt ist.
Terminlich für Pilnacek-Untersuchungsausschuss verhindert
Nehammer hätte am morgigen Mittwoch im Pilnacek-Untersuchungsausschuss des Nationalrates aussagen sollen. Er hatte aber im Vorfeld mitgeteilt, dass er terminlich verhindert ist. Nehammer hätte vor seinem Nachfolger an der ÖVP- und Regierungsspitze, Christian Stocker, aussagen sollen. Der Bundeskanzler, von Beruf Rechtsanwalt, stellt sich ab 14 Uhr den Fragen der Abgeordneten.
Source:: Kurier.at – Politik



