Pensionsstudie: Österreich ist Letzter bei der Nachhaltigkeit

Politik

Das Beratungsunternehmen für Altersvorsorge Marsh (vormals Mercer) hat seine jährliche Vergleichsstudie zu Pensionssystemen veröffentlicht. Beim Marsh-Pensionsindex werden 55 Systeme verglichen, die 66 Prozent der Weltbevölkerung abdecken. Bewertet werden drei Kategorien: die Pensionshöhe („Angemessenheit“), Nachhaltigkeit und Vertrauenswürdigkeit bzw. „Integrität“ des Pensionssystems.

Wer mehr als 80 Punkte erreicht, hat ein robustes, nachhaltiges Pensionssystem mit guter Leistungshöhe.In der Gesamtwertung stehen die Niederlande (85,8), Dänemark (84,1) und Island (84,0) an der Spitze. Schlusslicht ist Argentinien mit 43,7 Punkten.Wie schneidet Österreich ab?

Letzter Platz bei der Nachhaltigkeit

Mit der Gesamtnote C beziehungsweise 56,9 Punkten rangiert man im unteren Fünftel. Laut Marsh hat das heimische System durchaus einige Pluspunkte. Es ist mit 85 Punkten besonders vertrauenswürdig und erreicht mit 68,3 Punkten auch ein anständiges Leistungsniveau. Das Problem: Mit nur 23,9 Punkten belegt Österreichs System in puncto Nachhaltigkeit– übrigens erneut – den letzten Platz.

Wie lässt sich das erklären? Dass sich Österreichs Pensionssystem zu stark auf die staatliche, erste Säule verlasse, kritisierte Marsh schon bei den vergangenen Erhebungen deutlich – und pochte auf eine Stärkung der privaten sowie betrieblichen Vorsorge. Heuer muss der Staat dem gesamten Pensionssystem rund 34 Milliarden Euro zuschießen.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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