
Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt sorgt nicht selten für Verwirrung: Werden die Uhren nun vor- oder zurückgestellt? Erlöst wird man von dieser Frage auch heuer nicht, denn eine Abschaffung der Zeitumstellung ist hierzulande nicht in Sicht. Stattdessen hat die Bundesregierung die Termine für die Zeitumstellung per Verordnung bis 2031 fixiert.
Diese sieht vor, wann die Sommerzeit in den Jahren 2027 bis 2031 beginnt und wann sie endet. Hintergrund dafür ist das EU-Recht: Auf europäischer Ebene wird der Rhythmus der Umstellung jeweils für fünf Jahre vorgegeben. Österreich setzt diese Vorgaben nun auf nationaler Ebene um.
Zeitumstellung: Termine stehen fest
Die konkreten Termine wurden ebenfalls festgelegt. Zur Erinnerung: Die Uhren werden in den kommenden fünf Jahren an folgenden Tagen umgestellt:
2027: 28. März / 31. Oktober
2028: 26. März / 29. Oktober
2029: 25. März / 28. Oktober
2030: 31. März / 27. Oktober
2031: 30. März / 26. Oktober
Im März werden die Uhren vorgestellt, im Oktober zurückgestellt.
Langjährige Debatte rund um die Zeitumstellung
Bereits 2018 wurde in der EU eine Online-Umfrage zur Zeitumstellung durchgeführt. Die Umfrage kann allerdings nicht als repräsentativ gelten, weil in allen EU-Mitgliedstaaten die überwältigende Mehrheit der Menschen ihre Stimme nicht abgegeben hat.
In Österreich nahmen lediglich 2,94 Prozent der Bevölkerung an der Abstimmung teil. In 26 der damals 28 EU-Mitgliedstaaten (vor dem Brexit) votierten die Teilnehmenden für die Abschaffung der Zeitumstellung. Dennoch gibt es bislang keine konkreten Umsetzungspläne.
Bei einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Market, die im März 2026 durchgeführt wurde und an der 1.000 Menschen ab 16 Jahren teilnahmen, lehnten 80 Prozent eine Zeitumstellung ab. 54 Prozent wünschen sich eine dauerhafte Sommerzeit. Als Grund dafür gaben 43 Prozent an, dass es länger Tageslicht gibt. Weitere Pluspunkte waren die positive Wirkung auf die Stimmung und ein vermindertes Bedürfnis nach künstlicher Beleuchtung.
Kritiker der Zeitumstellung verweisen vor allem auf mögliche negative Auswirkungen auf den Biorhythmus. Insbesondere ältere Menschen und Kleinkinder könnten Schwierigkeiten mit der Umstellung des Tagesrhythmus haben.
Source:: Kurier.at – Politik



