Rubio als Karenzvertretung: Chaotisches Pressbriefing im Weißen Haus

Politik

„Das ist Chaos“. „Ich sollte einen Würfel haben“. „Ich sollte einen Laserpointer haben“. „Dürfen Sie zwei Fragen stellen? – Sie stellen zwei Fragen, ich gebe eine Antwort.“ „Waren Sie schon dran?“. „Sie da mit der schwarzen Jacke. Nein, Sie tragen beide schwarz“. 

Vor seiner Abreise nach Rom, um für US-Präsident Donald Trumps Verhalten beim Papst im Vatikan Abbitte zu leisten, schlüpfte US‑Außenminister Marco Rubio noch in eine weitere Rolle. Weil die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am 1. Mai ihr zweites Kind geboren hat und fortan in Mutterschutz ist, fungierte Rubio am Dienstag quasi als Karenzvertretung beim Pressbriefing im Weißen Haus. 

Schon Leavitt ist bei Medienvertretern umstritten. Sie greift bei ihren Briefings im Weißen Haus regelmäßig Journalistinnen und Journalisten an und wirft ihnen bei kritischer Berichterstattung über Präsident Trump „Lügen“ und Verbreitung von „Fake News“ vor. Rubio folgte dieser Tradition insofern, als dass das Briefing zumindest unkonventionell ablief. Der Außenminister beantwortete zwar einige Fragen zur Lage des Kriegs mit dem Iran, seiner Vatikan-Reise und der US-Außenpolitik, verlor jedoch einige Male den Überblick.

Politiker als Karenzvertretung

Rubio dürfte Medienberichten zufolge der Erste in der Reihe von Regierungsvertretern sein, die für Leavitt als Sprecherin des Weißen Haus einspringen. Leavitt veröffentlichte am Donnerstag im Onlinedienst X ein Foto von sich und ihrer Tochter. Sie heiße Viviana – kurz „Vivi“ – und sei am 1. Mai zur Welt gekommen, erklärte die 28-Jährige. Leavitt ist die bisher jüngste Pressesprecherin des Weißen Hauses. Sie ist mit dem 32 Jahre älteren Immobilienunternehmer Nicholas Riccio verheiratet und hat bereits einen Sohn.

  Ermittler zu Pilnacek: „Suizid stand und steht außer Zweifel“

Wie lange Leavitt in Mutterschutz bleibt, ist nicht bekannt. Wenige Tage nach der Geburt ihres Sohnes Nicholas („Niko“) im Juli 2024 war sie auf ihren Posten als Sprecherin der Präsidentschaftskampagne von Donald Trump zurückgekehrt. Grund war das versuchte Attentat auf ihn am 13. Juli, bei dem er am Ohr verletzt wurde.

Unter ihrer Leitung wurde der Zugang für eine Reihe renommierter Medien eingeschränkt. Dafür wurden Trump-freundliche Influencer und Podcaster in den Pool aufgenommen. Von dem Ausschluss betroffen war unter anderem die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

…read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.