
Das Internationale Olympische Komitee hebt die Sanktionen gegen Sportlerinnen und Sportler aus Belarus auf. Diese dürfen künftig wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne an allen internationalen Events teilnehmen, auch an Mannschaftswettbewerben, wie die IOC-Spitze nach Beratungen in Lausanne entschied. Die Beschränkungen gegen Russland bleiben dagegen in Kraft.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor mehr als vier Jahren hatte das IOC sowohl Russlands Sportler wie auch die belarussischen Athleten mit Sanktionen belegt. Belarus unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine. An den Olympischen Spielen in Paris 2024 und den Winterspielen in Mailand und Cortina d“Ampezzo in diesem Jahr durften nur Einzelsportler beider Nationen als neutrale Athleten teilnehmen.
Bei der Eishockey-WM bedeutet das konkret: Belarus wird in die A-WM zurückkehren. Das bestätigte IIHF-Vizepräsident Petr Bříza in einem KURIER-Interview im vergangenen Jahr. Eine Rückkehr kann aber frühestens 2027 erfolgen.
Russlands NOK weiter suspendiert
Von dieser Linie rückt das IOC unter Präsidentin Kirsty Coventry nun zumindest für Belarus ab, weil nach Meinung der Dachorganisation der Start von Athleten bei internationalen Wettkämpfen „nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden sollte, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt“. Zudem wollte das IOC rechtzeitig zu Beginn der Qualifikationswettbewerbe für die Sommerspiele 2028 in Los Angeles seine Haltung klären. Damit dürfte unter anderem auch Tennisstar Aryna Sabalenka auf der WTA-Tour wieder unter belarussischer Flagge spielen.
Die anhaltenden Sanktionen gegen Russland begründete das IOC damit, dass das Nationale Olympische Komitee des Landes weiterhin wegen Verstößen gegen die Olympische Charta suspendiert sei. Zudem nehme das IOC „mit Besorgnis die jüngsten Informationen zur Kenntnis, die dazu geführt haben, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) das russische Anti-Doping-System untersucht“. Daher wolle sich das IOC zunächst noch ein besseres Bild von der aktuellen Situation machen.
Source:: Kurier.at – Sport



