
Im Sommer 2022 lag der FC Wacker Innsbruck in Trümmern. Nach dem Lizenzentzug und dem Zwangsabstieg musste der Traditionsklub in der Tiroler Liga (5. Leistungsstufe) wieder von Null beginnen.
Nach drei Aufstiegen in Folge meldet sich Wacker nun wieder in der 2. Liga zurück. Wie bundesligafit ist der 10-fache Meister?
Was ist die Zielrichtung in der 2. Liga?
Es wäre erstens vermessen und zweiten fast ein wenig arrogant, den Titel und Durchmarsch als Ziel auszugeben. Dafür streben schlicht zu viele Klubs (BW Linz, St. Pölten, Admira, Vienna) in die Bundesliga.
Wacker-Präsident Hannes Rauch sieht sein Team in den Top 5, in der Saison 2027/’28 wird der Aufstieg dann allerdings angepeilt. „Es ist kein Beinbruch, zwei Jahre in der zweiten Liga zu sein. Aber fünf Saisonen wollen wir uns dort auch nicht aufhalten.“
Wie steht es um die Finanzen des Klubs?
Der FC Wacker erlebt seit Langem wieder einmal eine Phase der finanziellen Stabilität und wird mit einem Etat von 6 Millionen Euro in die 2. Liga gehen. Ein erklecklicher Teil dieses stattlichen Budgets wird von Los Angeles FC beigesteuert, dem Partnerverein der Innsbrucker. Seit 2023 gehört der FC Wacker zum Netzwerk rund um das US-Team und dem deutschen Rekordmeister FC Bayern.
Ist dieses Projekt mit Los Angeles und dem FC Bayern wirklich seriös?
Tatsächlich sind die Innsbrucker Fans in dieser Hinsicht gebrannte Kinder. Der Klub hat in der Vergangenheit die Scharlatane angezogen wie die Motten das Licht. Wer erinnert sich nicht an Klaus Mair, später tauchte ein Hamburger auf, der einen auf Big Mac machte, sich aber bald als leere Apfeltasche entpuppte.
Die Partner FC Bayern und Los Angeles FC stehen für Stabilität und Seriosität, die beiden Vereine haben das Joint Venture Red & Gold Football ins Leben gerufen, um Talente aus der ganzen Welt zu fördern.
Zu diesem Netzwerk gehören Vereine in Ecuador, Korea, Gambia und Uruguay. Im aktuellen Wacker-Kader stehen mit Marichal und Rodriguez bereits zwei Spieler vom Racing Club de Montevideo. „Auf lange Sicht werden sich in Österreich jene Vereine durchsetzen, die einen finanzstarken Partner an ihrer Seite haben. Deswegen sind wir bei diesem Netzwerk dabei“, erklärt Hannes Rauch.
Wie würde Wacker ohne die Kooperation mit L.A. und Bayern dastehen?
Dann wäre der Klub womöglich nach dem Zwangsabstieg 2022 noch tiefer gesunken. Wacker darf sich inzwischen zwar wieder über finanzielle Unterstützung aus der lokalen Wirtschaft freuen (ca. 1 Million Euro), die Sponsorenlandschaft in Tirol ist freilich überschaubar. Auch WSG Tirol hat eine Liga höher enorme Probleme, in der Region Gelder zu lukrieren. Ohne die Zuwendungen von L.A. wäre Wacker in der nächsten Saison nicht in der 2. Liga.
Wird sich Wacker für die 2. Liga verstärken?
Das Team wird einem kleinen Facelifting unterzogen, 6 bis 8 neue Spieler werden dazustoßen. Es ist kein Geheimnis, dass Wacker Interesse an Peter Michorl (31) hat. Den früheren LASK-Mittelfeldmann zieht es nach zwei Saisonen bei Atromitos Athen zurück in die Heimat.
Als neue Nummer 1 ist Jonas Wendlinger ein Kandidat. Der Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Karl Wendlinger stand in dieser Saison beim niederländischen Zweitligisten Almere FC im Tor und bestritt 34 Partien.
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Source:: Kurier.at – Sport



