
523.305 Euro! Der Sieger des hochkarätigen Wiener Tennis-Turniers erhält fast zehnmal so viel wie beim Söldener Ski-Weltcup-Auftakt die schnellste Frau und der schnellste Mann.
Paula Moltzan (USA, 32) wurde am letzten Tag mit Sommerzeit für ihren allerersten Weltcup-Rang mit 55.000 Euro belohnt.
Mit Tradition
Siegprämien im heimischen Fußball bleiben indes meist geheim. Bekannt dagegen ist, dass beim Cup vom ÖFB jeder gastgebende Klub vergleichsweise bescheidene 8.000 Euro und jeder Gästeklub 16.000 Euro bekommt.
Letzterer doppelt so viel, weil die Zuschauereinnahmen beim Veranstalter bleiben. So einer wird im Achtelfinale u. a. die Vienna im Spiel gegen Rapid auf der traditionsreichen Hohen Warte sein.
Dort …
… wo in der Zwischenkriegszeit bis zu 90.000 Menschen Länderspiele miterlebt hatten, ehe es in der größten kontinentalen Arena zu einem Erdrutsch kam;
… wo zu Viennas Meisterzeit in den 50ern noch 32.000 zu Spielen gegen Rapid zugelassen wurden;
… wo Rapid 2024 im Cup gegen den (inzwischen aufgelösten) SV Stripfing mit 1:2 ausschied;
… wo die Vienna für das aktuelle Cup-Match gegen Rapid 6.168 Karten dank Sondergenehmigung der MA 36 verkaufen durfte;
… wo im Zweitliga-Alltag, obwohl das prächtige Döblinger Areal um keinen Quadratmeter kleiner geworden ist, nur noch 4.000 Besucher erlaubt sind;
… und wo im Fall eines Aufstieges Österreichs ältester Fußballklub „zur Straf“ nicht in seiner einzigartigen Naturarena spielen dürfte.
Denn: Die Hohe Warte erfüllt für die erste Bundesliga die kostenintensiven Auflagen nicht mehr. Und die Gemeinde Wien ist als Grundbesitzer (noch?) nicht bereit, dies zuliebe dem Pächter Vienna rasch zu ändern.
Ohne VAR
Der Cup aber hat (Achtung Phrasenschwein) eigene Gesetze. Deshalb gibt’s konträr zur ersten Bundesliga auch keinen VAR, also keinen Videobeweis und somit keine lange Warterei auf An- oder Aberkennung eines Tores.
Alternierend mit Austria – Hartberg wird Dienstag in ORF 1 mit fünf Kameras von der Hohen Warte übertragen. Zu gleicher Zeit, zu der Servus TV beim Tennis, wenn der Spanier Carlos Alcaraz erstmals in der Wiener Stadthalle aufschlägt, mit 24 Kameras im Bilde ist.
Source:: Kurier.at – Sport



