
Eines Abends wartet Mila vergebens auf ihren Mann Sascha. Sie macht sich Sorgen. Bis klar ist, dass er nicht einfach die Zeit irgendwo übersehen hat, sondern wirklich vermisst ist. Da ist Mila plötzlich ganz ruhig. Dabei hat sie dazu nun noch viel weniger Veranlassung. Denn Sascha wird verdächtigt, einen Batzen Geld bei seinem Arbeitgeber veruntreut zu haben. Und sie gleich dazu. Denn die Ermittler haben Hinweise darauf gefunden, dass die beiden sich nach Vanuatu in den Südpazifik absetzen wollten.
Das irritiert Mila zwar doch einigermaßen, aber ihr Vertrauen in ihren Sascha ist unerschütterlich. Nicht zuletzt, weil sie plötzlich Zeichen von ihm erhält. Zeichen, die sie, wie sie denkt, auf seine Spur bringen sollen.
Weggeworfen
Plötzlich tauchen etwa Dinge auf, von denen sie fix weiß, dass sie sie schon vor langer Zeit weggeworfen hat. So wie zwei hässliche Sonnenhüte, die sie zu einem Wohnwagen führen, in dem die beiden ihre erste Verliebtheitszeit verbracht haben. Ihre Nachbarin und Taufpatin Brigitte weiht Mila in die seltsamen Vorgänge ein. Die Polizei zu Beginn auch – die ist aber nicht so offen für Milas Informationskanäle. Außerdem machen sie Mila im Verlauf der Handlung natürlich noch verdächtiger.
Unerwarteten Beistand erhält Mila von einem Professor, der auch auf dem Campingplatz haust. Er glaubt ihr nicht nur, dass sie mit Sascha in Verbindung ist, er hat sogar eine Erklärung. Und die hat nichts mit Spiritismus zu tun, sondern mit Quantenphysik. Denn, so die Kurzzusammenfassung: Das Bewusstsein ist mehr, als einem bewusst ist.
Suter hat mit „Ein und Alles“ einen metaphysischen Krimi, der auch eine Liebesgeschichte ist, geschrieben. Das wirkt zwar über manche Strecke ein bisschen konstruiert, ist aber spannend und süffig zu lesen.
Source:: Kurier.at – Kultur



