Ein Adiós von der großen Bühne: Spanien beendet Österreich WM-Traum

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Die Reise ist zu Ende. Österreich verabschiedet sich von der WM mit einem 0:3 gegen Spanien. Die Elf von Teamchef Ralf Rangnick konnte den Europameister nie wirklich herausfordern, lief zumeist hinterher und musste den Klassenunterschied letztlich schmerzvoll anerkennen.

Die Chancen auf eine Sensation gab es wie schon im Gruppenspiel gegen Argentinien kaum bis gar nicht.

Auch für die Fans war es am Donnerstag in Los Angeles eine Frühschicht, sie pilgerten schon vier Stunden vor Anpfiff in Richtung SoFi-Stadium, wobei sich die spanischen Anhänger deutlich in Überzahl befanden. Österreich trat erstmals bei der WM in den weißen „Kaffeehaus-Dressen“ an. Teamchef Rangnick setzte auf jene Elf, die sich in der Vorrunde Argentinien gegenübergestellt hatte, also mit Wanner auf der „Zehn“ und Laimer links hinten – gegen Superstar Lamine Yamal, der dem Bayern-Spieler auch einiges abverlangte. Österreich startete mutig und mit Blick nach vorne ausgerichtet, hatte vor allem über Sabitzer auf der linken Seite zunächst gute Aktionen, eine seiner Flanken erwischte Gregoritsch um Haaresbreite nicht.

Im Zentrum unterliefen Seiwald und Schlager leichte Ballverluste, Spanien suchte mit mehr Ballbesitz in Folge das Geschehen zu beruhigen.

Einen Schuss von Olmo blockte Danso erfolgreich, Posch rettete in letzter Sekunde vor Olmo (29.).

Druckvolle Spanier

Die Schauspielstars Penelope Cruz und Javier Bardem drückten Spanien die Daumen, ÖFB-Boss Josef Pröll plauderte mit FIFA-Boss Gianni Infantino. Sie alle sahen ein Tor Spaniens durch Cucurella, das wegen eines Fouls, das nicht wirklich zu erkennen war, nicht anerkannt wurde. Glück für Österreich. Spanien erhöhte den Druck und wurde mit dem Spiel in die Tiefe gefährlicher.

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Es brauchte eine Parade von Goalie Schlager, um den Rückstand durch Oyarzabal zu verhindern (32.).

Chancenlos war er, als Oyarzabal eine wunderschöne Kombination zum 1:0 abschloss (36.). Er ist Spaniens Mann für Tore in K.o.-Spielen. Österreich lief in dieser Phase nur hinterher, zu flott waren die Aktionen des Gegners. Spanien beherrschte mit Pedri und Rodri das Zentrum, gab den Takt vor und war eine Klasse für sich.

Knapp vor der Pause hätte Spanien fast erhöht, ein Freistoß von Baena landete an der Latte, Yamals Nachschuss parierte Schlager.

Die Entscheidung

Rangnick reagierte und brachte Grillitsch und Chukwuemeka, Spanien ließ sich darob nicht beirren und beherrschte das Geschehen weiterhin. Arnautovic und Kalajdzic sollten den Angriff beleben. In der 61. Minute wurde Kalajdzic nach Sabitzer-Flanke per Kopf gefährlich, Österreichs beste Chance. Der knappe Rückstand ließ hoffen auf einen „lucky punch“.

Für den sorgten aber die Spanier, als Baenas Flanke ideal zu Pedro Porro gelangte, und der Verteidiger zum 2:0 einköpfelte (66.).

Die technisch hervorragenden Spanier waren reger im Geiste und in ihren Aktionen als die Rangnick-Elf, hatten alles im Griff, gaben kaum Möglichkeiten für Nadelstiche in der Offensive. Im Gegenteil, aus einem Konter schlug Oyarzabal in der 89. Minute abermals zu – 0:3.

Die österreichischen Fans unter den 70.000 Zuschauern applaudierten dennoch dem Team und mussten die spanische Überlegenheit ebenso anerkennen wie die Spieler selbst. Nach vier WM-Spielen bleiben ein paar emotionale Momente und die Erkenntnis, dass man bei dem Turnier so gut wie nie die übliche Leistung gezeigt hat.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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