
In München wird gerade ausgiebig beim Oktoberfest gefeiert. Nicht weit davon entfernt, in Herzogenaurach, hatte Deutschlands neuer Teamchef Jürgen Klopp eher keine Wiesn-Gaudi. Da wäre zum einen die Bilanz, die ihn ins Geschichtsbuch des deutschen Fußballs bringen könnte. Gewinnt die DFB-Elf auch heute in München gegen Serbien (20.45 Uhr, ZDF) nicht, dann ist der 59-Jährige der erste Teamchef, der keine der ersten drei Partien gewinnt.
Aber das steht ja seit Sonntag fest. Zum anderen gibt es nämlich einen kleinen Schock zu verdauen: Kaum hatte das Abschlusstraining begonnen, da war es mit der guten Laune auf dem Fußballplatz abrupt vorbei. Mitspieler und Teamärzte eilten zu Nico Schlotterbeck. Den WM-Pechvogel (Bänderriss im zweiten Gruppenspiel) hat es schon wieder erwischt. Dieses Mal war es der rechte Fuß. Direkt vom Trainingsplatz in Herzogenaurach ging es für den Dortmunder zum MRT.
Jetzt bringt das befürchtete Schlotterbeck-Aus, die dritte Verletzung innerhalb einer Woche nach den Muskelblessuren von Jamal Musiala und Kai Havertz, Klopps Planungen schon wieder durcheinander.
Nichts ist „halb so wild“ Ein Erfolgserlebnis muss her. Doch wer soll im vom Oktoberfest beseelten München die Treffer erzielen – 17 der 22 Feldspieler sind noch ohne DFB-Treffer. Nur Serge Gnabry (26 Tore), der für eine Startelf-Rolle nach langer Verletzung nicht bereit wirkt, und Offensiv-Zauberer Florian Wirtz (11) können eine zweistellige Quote vorweisen. Klopp weiß: „Wir können jetzt nicht sagen, alles halb so wild.“ Schon alleine nach dem WM-Desaster wäre dies fatal.
Source:: Kurier.at – Sport



