Felix Gall nach Ehrung zum Sportler des Jahres: „Hätte ich nie gedacht“

Sport

Für Felix Gall hat die erfolgreichste Saison seiner Radkarriere mit der Ehrung zu Österreichs Sportler des Jahres einen krönenden Abschluss gefunden.

Der Giro-Zweite und Vuelta-Dritte blickt zuversichtlich in die Zukunft, in der nun der Gewinn einer Grand Tour ganz oben auf dem Zettel steht. „Ich habe die Messlatte sehr hoch gesetzt“, sagte der Osttiroler. „Da will ich mich für die nächsten Jahre nicht zu sehr unter Druck setzen. Aber es ist ein Ziel, das mich motiviert.“

Felix Gall: „Das hätte ich nie gedacht“

Nach seinem fünften Platz bei der Tour de France im Vorjahr sei der nächste logische Schritt ein Grand-Tour-Podium gewesen, erzählte Gall nach dem Gewinn seines zweiten NIKI-Awards am Donnerstag in der Wiener Stadthalle.

„Das ist mir dann sogar zweimal gelungen. Das hätte ich nie gedacht.“ Für einen Grand-Tour-Sieg müsse schon extrem viel zusammenpassen, auch Dinge, die man selbst nicht kontrollieren könne. „Das ist auf jeden Fall der nächste Schritt, aber ein extrem schwerer.“

„Baustelle für Winter“: Gall will am Zeitfahren arbeiten

Zumal die Rad-Superstars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard noch eine Stufe über den 28-Jährigen zu stellen sind. Für die kommenden Monate hat sich Gall deshalb vorgenommen, eine Schwachstelle weiter zu minimieren.

„Das Zeitfahren ist noch etwas, wo ich mich verbessern kann. Das ist eine gute Baustelle für den Winter.“ Helfen soll dabei ein neues Umfeld, ab der kommenden Saison fährt Gall nach dem Wechsel von Decathlon für das finanziell und personell stark aufgestellte Team von Lidl-Trek.

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In den kommenden Tagen findet das erste Treffen mit seinen neuen Kollegen statt, dann wird auch der grobe Plan für die nächste Saison aufgestellt. Eine Priorität ist freilich die Frankreich-Rundfahrt. „Die Tour de France ist das wichtigste Rennen mit der größten Strahlkraft“, betonte Gall, der 2023 auch dank seines Sieges bei der Königsetappe schon einmal Sportler des Jahres geworden war.

„Müssen abwarten“: Start bei Tour de France noch nicht fix

Ob Gall bei der Tour am Start stehen wird, steht noch nicht fest. „Wir müssen abwarten, bis die Strecke veröffentlicht wird“, erklärte der Bergspezialist. „Es geht darum, dass ich bei der Grand Tour am Start stehe, die mir am besten liegt und wo ich meine Stärken ausspielen kann.“ Also wenige Zeitfahr-Kilometer und viele steile Bergankünfte. Eine Entscheidung über den Rennkalender soll aber schnell fallen, sagte Gall, der sich nach der Rad-WM in Kanada bei einem Malediven-Urlaub mit Freundin Maya erholt hatte.

Den Konkurrenzdruck bei Lidl-Trek, wo mit Mattias Skjelmose und Juan Ayuso zwei weitere kletterstarke Kapitäne unter Vertrag stehen, sieht Gall locker. „Da mache ich mir keine Sorgen. Es gibt viele Rennen und da hat dann jeder seinen Platz. Ich glaube eher ganz im Gegenteil, dass man sich dann auch gegenseitig pusht.“ Das starke Aufgebot sei für Gall auch ein Mitgrund für den Wechsel zum deutschen Rennstall gewesen. „Damit ich wieder eine Herausforderung habe, wo ich mich dann vielleicht auch durchsetzen muss.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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