
Am Montag hat Ralf Rangnick seinen 26-Mann-Kader für die WM in den USA nominiert. Wo viel Freude, da auch viel Enttäuschung. Tatsächlich musste der Teamchef am Montag auch einigen Spielern absagen, die sich mehr oder weniger große Hoffnungen auf einen Platz im Aufgebot gemacht hatten.
Leopold Querfeld
Hätte man vor einem Jahr gefragt, ob der heute 22-Jährige zur WM fährt, wären sich wohl alle einig gewesen und hätten die Frage mit Ja beantwortet. Der Ex-Rapidler war schon bei der EM 2024 dabei und kam dabei sogar zum Einsatz. Beim 3:2-Sieg gegen die Niederlande spielte der Blondschopf die letzte halbe Stunde und trug mit guter Leistung durchaus zum Sieg bei.
Noch im Vorjahr wurde Querfeld auch von Rangnick einmal ausdrücklich gelobt, in der erfolgreichen WM-Qualifikation war der Deutschland-Legionär immer im Kader. Bis er im März erstmals seit längerer Zeit nicht mehr berücksichtigt wurde. Die Nicht-Berücksichtigung für die WM ist jetzt ein erster Rückschlag in der bisher so aufstrebenden Karriere Querfelds, der zuletzt auch bei seinem Klub Union Berlin auf die Ersatzbank gerutscht ist.
Maximilian Wöber
So gerne der Teamchef den 28-Jährigen mitgenommen hätte, es geht sich einfach aus Fitness-Gründen nicht aus. Der Legionär von Werder Bremen hat praktisch die ganze Saison verpasst und auch zuletzt nach seinem Comeback nur wenig gespielt. Das reicht nicht für eine WM, meint der Teamchef und lässt den in der Mannschaft so beliebten Routinier zu Hause. Auch sportlich wird Wöber fehlen, weil er sowohl links als auch innen in der Viererkette verteidigen könnte und das stets gut gemacht hat. In seinem bisher letzten Länderspiel beim 2:1-Sieg gegen Rumänien im Juni 2025 gabs KURIER-Note 1.
Gernot Trauner
Beim 34-Jährigen ist es ganz ähnlich wie bei Max Wöber. Trotz Comebacks und zuletzt vier Einsätzen bei Feyenoord Rotterdam steht hinter der Fitness des Oberösterreichers ein zu großes Fragezeichen. So bleibt für Trauner die Erinnerung an eine schöne Europameisterschaft 2024 mit einem herrlichen Kopftor gegen Polen als Highlight der internationalen Karriere.
Tobias Lawal
Der Tormann-Legionär vom KRC Genk erlebt ein Déjà-vu. Schon vor der EM 2024 hatte der Oberösterreicher gefühlt die besten Karten auf den Kaderplatz als dritter Tormann, wurde dann aber kurz vor dem Turnier aus rein sportlichen Gründen von Niklas Hedl verdrängt. Auch diesmal war der 25-Jährige im Vorfeld der WM meist dabei und kam in der Qualifikation sogar einmal zum Einsatz. Sein Pech: Florian Wiegele überzeugte im März bei seiner ersten Einberufung Team und Teamchef und wurde schließlich bevorzugt. Auch, weil Lawal zuletzt selbst nicht fit war.
Nikolas Polster
Der WAC-Goalie präsentierte sich 2025 stark und war deshalb in der WM-Quali auch drei Mal im Kader. Die starke Form konnte der Wiener aber nicht ganz konservieren und wurde letztlich ebenso von Wiegele verdrängt, wie Lawal.
Samson Baidoo
Der 22-Jährige verteidigt bei Lens in der starken französischen Liga sehr überzeugend und hat vermutlich bis zuletzt gehofft. Allerdings: So ganz dürfte der Teamchef nicht vom Ex-Salzburger überzeugt sein. Obwohl er ihn 2023 gegen Belgien debütieren hat lassen, überließ Rangnick den 1,90 Meter großen Innenverteidiger seither meist dem Unter-21-Team. Seine nächste Chance könnte aber durchaus nach der WM kommen.
Marco Grüll
Acht Länderspiele hat der 27-Jährige …read more
Source:: Kurier.at – Sport



