Nach dem Sieg im Derby: Rapid peilt eine historische Bestmarke an

Sport

Nach dem Jubel vor dem leeren Auswärtsblock und den paar Rapid-Fans, die es doch in die Generali Arena geschafft hatten, kündigte Johannes Hoff Thorup den Spielern an: „Wir fahren im Bus nach Hütteldorf. Die Fans wollen uns empfangen.“

Der Empfang fiel frenetisch aus. Rund 500 Fans feierten die Rapidler, als wäre mehr gelungen als „nur“ ein hart erkämpftes 2:0 im 351. Wiener Derby.

Bevor Hoff Thorup den Spielern die Allerheiligen-Nacht und den gesamten Montag frei gab, hielt der Trainer vor dem Allianz Stadion noch eine emotionale Rede.

Der Däne erinnerte die Fans daran, „dass ein Verein seine wahre Stärke immer dann zeigt, wenn er in schwierigen Zeiten steckt. So wie wir sie hatten“.

Im KURIER-Interview am Sonntag hatte der 37-Jährige verraten, dass seine fünfjährige Tochter zu Hause öfters „Wien West Hütteldorf“ anstimmt. Am Derbyabend wurden die begeisterten Fans aufgerufen, „für meine Tochter“ gemeinsam mit ihm diesen Schlachtruf zu zelebrieren.

Nicht alles perfekt

Dienstagfrüh heißt es zurück an die Arbeit: Die Vorbereitung auf den Rückrundenstart ist kürzer als gewohnt. Bereits am Freitag ist der WAC zu Gast. Auch gegen das Liga-Schlusslicht wird das Stadion recht voll werden.

Hoff Thorup wird darauf achten, nur ja nicht nachzulassen. Sowohl beim 3:0 im Cup gegen die Vienna als auch beim 2:0 gegen die beherzt angreifenden Austrianer hat bei Rapid nicht alles nach Wunsch funktioniert.

Fest steht: Mit 30 Punkten aus elf Spielen ist Außergewöhnliches gelungen. Nach der Hälfte des Grunddurchgangs lohnt sich ein Blick auf historische Bestmarken.

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Aktuell gibt es noch drei beeindruckendere Anfangsphasen:

2021 hielt Salzburg bei 31 Punkten aus elf Spielen.

2018 dominierten mit 31 Zählern die Bullen ebenso.

1987 schaffte Rapid in der Rekordsaison mit Trainer Otto Baric (auf die Dreipunkte-Regel umgerechnet) ebenfalls 31 Zähler.

Gleichgezogen haben die Rapidler durch das Derby mit dem Bestwert von Wacker aus dem Jahr 1999. Die Innsbrucker standen damals nach elf Spielen bei 30 Punkten, das Torverhältnis war aber um zwei Treffer schlechter als beim Team von Hoff Thorup.

Salzburg bleibt Favorit

Alle vier Bestmarken – also zwei Mal bei Salzburg, Wacker und Rapid unter Baric – führten am Ende auch zum Meistertitel. Laut der renommierten Datenberechnung von „Football meets Data“ ist aber Salzburg trotz des Rückstands von drei Punkten weiterhin der Titelfavorit: Zu 45 Prozent Wahrscheinlichkeit dürfen sich 2027 die Bullen über das Championat freuen, die Hütteldorfer kommen nun auf 38 Prozent.

Meister LASK (12 Prozent) und Sturm (4) gelten nur noch als Außenseiter.

Wie geht es weiter?

Sollte Rapid auch gegen den WAC gewinnen, würden die 32 Rapid-Punkte aus 1987 39 Jahre später um einen Zähler überboten werden – ein Vereinsrekord. Auch der Salzburg-Wert von 2018 (32 Punkte) wäre geschlagen.

Ein einziges Team in 52 Jahren Bundesliga wäre noch – um einen Zähler – erfolgreicher unterwegs: 2021 hatte Salzburg nach zwölf Runden sogar 34 Punkte.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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