Gulliksens Reise: Von Rapid über Norwegen nach Istanbul

Sport

Im turbulenten Transferfinish von Rapid spielt Tobias Gulliksen eine besondere Rolle. Der vor einem Jahr um 3,8 Millionen Euro gekaufte Spielmacher sollte verliehen werden, um woanders sein Glück oder zumindest Spielpraxis zu finden.

„Keine Spielzeit mehr garantieren“ 

„Wir können ihm jetzt keine Spielzeit mehr garantieren“, sagt Rapid-Trainer Johhannes Hoff Thorup nach dem 3:1 gegen Sturm mit Blick auf das Aus im Europacup.

Für den zaghaften Norweger schien am Samstag die optimale Lösung gefunden: Eine Leihe nach Lilleström, wo nach der Qualifikation für die Europa League genug Geld da ist, das hohe Gehalt des 23-Jährigen zu übernehmen.

Doch der Spielmacher überlegte es sich nach seiner Zusage und dem Fixieren aller vertraglichen Details anders.

„Das ist echt verrückt. So was hab ich noch nie erlebt“, sagte Lilleströms Sportchef Espen Olsen zu TV2. Laut dem norwegischen Medium war Gulliksen sogar bereits in der Heimat gelandet, ehe er sich weigerte, zu unterschreiben. 

Andererseits: Nach den Erfahrungen in den zwölf Monaten mit dem Rekordeinkauf in Hütteldorf ist dieses Verhalten vielleicht gar keine so große Überraschung.

Gulliksen will doch lieber in die Türkei verliehen werden –  Rapid-Sportchef Markus Katzer möchte, solange nicht alles auch offiziell erledigt ist, nichts vermelden. Im schlimmsten Fall stand eine Landung des Transferflops zurück in Hütteldorf im Raum.

Mündliche Einigung, noch kein Vertrag 

Das türkische Medium „Mavi Kocaeli“ vermeldet, dass Kocaelispor eine mündliche Einigung mit Gulliksen erzielt hätte. Ein schriftlicher Vertrag, ebenso wie der Medizincheck, sollen am Dienstag folgen.

Kocaelispor hält nach drei Runden bei sechs Punkten. Der Verein aus der Nähe von Istanbul hat keinen Zehner im Kader. Allerdings wurde zuletzt auch in einem 4-3-3 ohne Zehner gespielt. Ob sich diese wilde Wende auszahlen würde?

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„Es hängt von so viel ab“ 

Rapid-Trainer Hoff Thorup, der sich bis in den Sommer hinein sehr um Gulliksen bemüht hat, meint: „Ein Preisschild wie ’Rekordtransfer’ sagt nie viel über die Qualität und den Erfolg auf dem Platz aus. Es hängt von so viel ab, manchmal vom ganzen Leben rundherum.“

Die grundsätzliche Qualität will der Däne dem teuren Rapid-Missverständnis aber nicht absprechen: „Vielleicht kommt Tobias ja noch einmal mit mehr Selbstvertrauen zurück. Aber jetzt haben ihn einfach andere überholt.“

So wie Yusuf Demir und Marco Tilio, die sich beide körperlich extrem reingehängt haben, um nach enttäuschenden Frühjahrsleistungen fitter zu werden.

Mit Erfolg.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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