
Wenige Monate nach dem Konkurs und vier Monate nach dem Neustart unter dem neuen Eigentümer One Spot zieht Patrick Schenner, Geschäftsführer der Teleshopping-Plattform MediaShop, eine positive Zwischenbilanz: „Wir sind operativ ohne Minus unterwegs“, sagt er im KURIER-Gespräch. Das Unternehmen habe im Zuge der Insolvenz „jeden Ballast hinter sich lassen können“ – und nutzte das für einen radikalen Umbau.
Besonders drastisch fiel die Umstellung in der IT aus: Statt 250.000 Euro monatlich gibt MediaShop heute nur noch 20.000 Euro für Software und Technologie aus. „Wir machen exakt das Gleiche“, betont Schenner. Alle Systeme seien in nur zehn Wochen umgestellt worden.
Bereits im Juni nahm das Unternehmen das Schweiz-Geschäft wieder auf, nun folgt Südosteuropa: Eine neue Tochtergesellschaft in Ungarn bedient die Märkte Tschechien, Slowakei, Ungarn und Rumänien.
„Die ersten zwei Monate waren ergebnisneutral, aber so wie es im September ausschaut, sind wir wieder auf Kurs Richtung Millionenumsatz im nächsten Jahr“, so Schenner. Das Lager wurde zum Bruchteil des Einkaufswertes aus der Konkursmasse gekauft. Den Logistikpartner wechselte Mediashop, nun läuft der Vertrieb über das deutsch-österreichische Start-up Logsta, das unter der Marke „Quivo“ geschäftlich auftritt.
Bis spätestens Ende des Jahres steht der Umzug von Neunkirchen in ein neues Headquarter in Wiener Neustadt an. In der Badener Straße 12 werden derzeit 1.300 Quadratmeter Bürofläche sowie ergänzende Lagerflächen adaptiert.
Neuer Firmensitz
„Wir haben in sehr kurzer Zeit viel verändert und gleichzeitig das operative Geschäft weiterentwickelt. Die Übersiedlung ist deshalb für uns weit mehr als ein Adresswechsel“, sagt Christoph Bauer, Eigentümer von MediaShop by One Spot. „Sie ist ein weiterer sichtbarer Schritt in Richtung eines neuen MediaShop.“
Die Belegschaft wuchs von 21 Mitarbeitern am ersten Tag auf mehr als 40. Trotz angepeilter Umsatzverdreifachung will Schenner den Personalstand stabil halten: „Technologisch und mit KI werden wir in der Lage sein, das zu schaffen.“
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



