
Franco Foda wirkte nach dem 1:3 gegen Österreich verärgert. „Wir hätten 1:0 in Führung gehen müssen, der Gamechanger war das 2:0 vor der Pause, wo Xaver Schlager über den halben Platz läuft und dann auch noch diesen Pass spielen darf“, sagte der Teamchef des Kosovo mürrisch.
„Statistisch war das Spiel ausgeglichen, aber was Österreich viel besser gemacht hat, war, dass sie unsere einfachen Ballverluste eiskalt ausgenützt haben. Sie haben blitzschnell umgeschaltet.“ Ganz ausgeglichen war es allerdings auch statistisch nicht, was 14:6 Schüsse und 6:1 Torschüsse belegen.
Fodas Ärger war den siegreichen Österreichern egal. Torschütze David Affengruber meinte: „Wir haben eine sehr gute Leistung gebracht. Natürlich hätten wir gerne zu null gespielt.“ Ob er sich mit seiner Leistung für mehr empfohlen hat? „Das Teamgefüge stimmt. Ob es eine Empfehlung war, müssen andere Leute beurteilen, ich habe mein Bestes gegeben, wir haben drei Punkte geholt, jetzt geht es zum nächsten Spiel.“
Überraschung
Debütant Christian Zawieschitzky erzählte vom Moment, als ihn der Teamchef über seinen Einsatz unterrichtete: „Ich war schon überrascht, als der Trainer mir gesagt hat, dass ich spiele. Ich denke, ich habe mich gut eingefunden, es macht richtig Spaß.“
Auch Kapitän Xaver Schlager zeigte sich zufrieden: „Wir haben ein gutes Spiel gespielt, souverän gewonnen, das ist sehr wichtig. Wir stehen mit sechs Punkten da, das ist ein idealer Verlauf.“ Abheben dürfe man aber nicht: „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, wir haben nicht gegen Spanien und England gespielt. Aber die Entwicklung stimmt, wir werden von Spiel zu Spiel besser.“
Teamchef Ralf Rangnick hatte nicht viel auszusetzen: „Jeder hat gesehen, dass wir eine richtig gute Energie am Platz hatten. Das war der Schlüssel zum Sieg.“
Source:: Kurier.at – Sport



