Millionenpleite einer ambitionierten Beleuchtungsexpertin

Wirtschaft

„Licht, Energie, Sicherheit oder Daten? Wir sorgen dafür, dass in Ihrem Gebäude alles fließt – egal ob Wohnhaus, öffentliches oder gewerbliches Gebäude, ob komplette Neuinstallation oder Ausbau vorhandener Anlagen. Dabei berücksichtigen wir auch mögliche zukünftige Entwicklungen, was die Nutzung des Gebäudes betrifft und legen die nötigen Elektroinstallationen entsprechend aus“, heißt es auf der Firmen-Homepage. „Adäquat auf die zu erfüllenden, höchst unterschiedlichen Aufgaben hin entwickelte Leuchten, situativ und individuell in ein schlüssiges Gesamtkonzept verpackt. Am Ende ist der Raum perfekt illuminiert: das Licht ist vorhanden, wo es benötigt wird, die Lichtatmosphäre ist so, wie sie zielführend ist, Lichtfarbe, -output und -effizienz sind perfekt auf die Gegebenheiten abgestimmt. Architektur, Interieur und Beleuchtungslösung gehen eine geplante Symbiose ein. Es geht letztendlich nicht um die Helligkeit an sich, sondern um ein Mehr an Wirkung, Stimmung und Wohlbefinden sowie ein Mehr an Flexibilität, Leistungsfähigkeit und Effizienz.“

Wenn das Licht ausgeht: Die CT&E GmbH & Co KG, ein etabliertes Elektrotechnik-Unternehmen aus Raaba-Grambach, hat laut AKV am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. 18 Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze, während Passiva von rund 1,16 Millionen Euro die Bilanz belasten.

Sturm trifft Elektrobranche

Die Ursachen für die Schieflage lesen sich wie ein Lehrbuchbeispiel der aktuellen Wirtschaftskrise: Ab Ende 2025 brachen die Betriebsleistungen dramatisch ein. Einsparungen im öffentlichen Sektor, verschobene Bauprojekte und der Verlust einkalkulierter Großaufträge ließen die Auftragsbücher schrumpfen.

Besonders bitter: Der Iran-Krieg führte zu Preissteigerungen bei Vorlieferanten von bis zu 20 Prozent. Diese Mehrkosten konnten aufgrund bestehender Festpreisverträge nicht vollständig an die Endkunden weitergegeben werden – eine Zwickmühle, die viele Handwerksbetriebe derzeit in Bedrängnis bringt.

  Nach dem Winterquartier: Das braucht der Pfeifenputzer jetzt

Sanierungsplan mit Mindestquote

Hinter dem Unternehmen stehen die ReBe Holding GmbH als Komplementärin und Geschäftsführer Ing. Bernd Rechberger als Kommanditist. Trotz der angespannten Lage zeigt man sich kämpferisch: Eine Fortführung und Sanierung ist laut AKV geplant. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan angeboten, der den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht – 20 Prozent Quotenzahlung binnen zwei Jahren.

Ob dieser Plan ausreicht, um das Vertrauen von Lieferanten und Kunden zurückzugewinnen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die genaue Erhebung der Aktiva läuft laut AKV noch, während 18 Mitarbeiter auf Klarheit über ihre berufliche Zukunft warten.

Die CT&E-Insolvenz ist ein weiteres Warnsignal für die krisengebeutelte Baubranche in der Steiermark – und zeigt, wie schnell selbst etablierte Unternehmen in turbulenten Zeiten ins Straucheln geraten können.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.