Song Contest in Wien: Sicherheit wie am Flughafen

Kultur

Der ORF und die Polizei setzen beim ESC in Wien auf sehr strenge Sicherheitsvorkehrungen. So gilt in der Wiener Stadthalle „Flughafensicherheit“. Metalldetektoren und Spürhunde sind im Einsatz. Beim Event gilt eine „No-Bag-Policy“ – selbst Bauch- und Handtaschen sind nicht erlaubt. Das soll ein sichere Veranstaltung gewährleisten, die im Greenroom mit Kaffeehausflair aufwartet.

Das Sicherheitskonzept ist 400 Seiten dick. Es gehe weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus, versicherte Oliver Lingens, Head of Event. „Es behandelt alles von der Übernahme der Stadthalle bis hin zum letzten Besucher, der die Stadthalle verlässt.“ Die beim ESC beschäftigten Personen werden Sicherheitschecks unterzogen. Sämtliches Equipment, das in die Stadthalle gelangen soll, muss durch Röntgenstraßen, Metalldetektoren und an Spürhunden vorbei. 180 neue Kameras wurden installiert, „die jeden Winkel betrachten“, so Lingens.

Gegenwärtig keine konkreten Gefährdungen

Wiens Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan betonte, dass die Wiener Polizei „hohe Expertise und langjährige Erfahrung“ bei der Durchführung von Großevents habe. Man befinde sich seit Monaten in engem Austausch. Gegenwärtig mache man keine konkreten Gefährdungen für die Veranstaltung aus. „Extremistisch motivierte Akteure“ seien aber ein wesentlicher Faktor, den es zu berücksichtigen gelte. Hier stehe man auch im Austausch mit internationalen Partnern.

Pro Tag sind 500 Sicherheitskräfte allein in der Stadthalle im Einsatz. Die Polizei wird in Uniform und in Zivil, mit Spezialkräften und Polizeidiensthundeeinheiten präsent sein. Auch Maßnahmen zur Drohnenabwehr werden ergriffen. Mit dem Innenministerium und der EBU wurde zudem eine „Cybersecurity Coordination Group“ eingerichtet, um die digitale Infrastruktur zu schützen. „Unsere Lagebilder erlauben es uns, Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen“, so ORF-Technikdirektor Harald Kräuter. Man unterstütze auch Hotels, in denen die ESC-Teilnehmer untergebracht werden – etwa wie sie ihre Buchungsstellen und WLAN-Verbindungen absichern.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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